Robo-Advisor liegen im voll im Trend ✅ Zu Recht?


Allein der Begriff Vermögensverwaltung besaß und besitzt etwas Elitäres, nur für eine kleine, privilegierte Gruppe bestimmt.

Mit dem Instrument des Robo-Advisors kann die Vermögensverwaltung aus dieser Ecke herausgeholt werden und zur Selbstverständlichkeit für die große Gruppe der Menschen werden, die ihr hart erarbeitetes Geld gerne so anlegen, dass es vernünftige Zinsen abwirft, ohne dabei Gefahr laufen zu müssen, alles zu verlieren.

Dass die anbietenden Unternehmen hierbei ETFs als Investment nutzen, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Sie lassen sich mittels Robo-Advisor hervorragend berechnen und machen die Geldanlage nicht zu aufwendig sowie sicher.

Gleichzeitig lassen sich die Wertentwicklungen einfach beobachten, je nach Anbieter sogar auf dem Handy per Robo Advisor App.

Das Sparbuch lohnt sich schon lange nicht mehr und zehrt die darauf liegenden Gelder langsam auf. Das eigene Geld selbst vernünftig anlegen kostet Zeit und benötigt Fachkenntnisse.

Was bleibt, wenn keine großen Vermögen zu verwalten sind, sondern finanzielle Rücklagen so verzinst werden sollen, das nach Geldentwertung und Preissteigerung noch ein jährliches Plus vorhanden sein soll?

Der Robo-Advisor, Ihre freundlicher Online-Vermögensverwalter zur Geldanlage für heute und für die Zukunft.

Robo Advisor Anbieter

Hier finden Sie alles, was Sie über in Deutschland ansässige Robo-Advisor wissen müssen.

Was genau ist ein Robo-Advisor?

Der freundliche Bankberater aus Stahl, der den Kunden mit surrenden Servomotoren und wahrhaft eisernem Handschlag begrüßt, wenn dieser das Geldinstitut betritt, wird wohl Sciene-Fiction bleiben. Um einen Robo-Advisor kennenzulernen, genügt ein Rechner mit Internetzugang. Unter einem Robo-Advisor ist im Finanzbereich eine automatisierte Anlage Systematik zu verstehen, die auf einer speziellen Software basiert.

In der klassischen Beratung zur Geldanlage wird üblicherweise auf die Erfahrung von Fachleuten vertraut, die nach ihrem Wissensstand und ihrer persönlichen Einschätzung des Anlagemarktes die ihnen anvertrauten Gelder investieren. Dabei besteht aber ein gewisses Risiko der Falscheinschätzung genauso wie es vorkommen kann, dass der Berater nur bestimmte Werte in das Anlage-Portfolio aufnimmt, weil diese aus dem eigenen Haus stammen und somit durch entsprechende Gebühren die Beratungs- und Anlagekosten in die Höhe treiben. Davon abgesehen ist menschliche Arbeitskraft teuer und muss bei der Geldanlage mitbezahlt werden.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Strategien eines Robo-Advisors je nach Anbieter in aktive und passive Vermögensverwaltungen mit unterschiedlichem Risiko-Level. Bei aktiven Anlagen mittels Robo-Advisor kann das Portfolio beispielsweise in sichere Papiere umgeschichtet werden, etwa dann, wenn sich eine Krise an der Aktienbörse abzeichnet. Das reduziert in der Regel zwar den erwarteten Zinsertrag, senkt aber auch das Verlustrisiko.

Passive Strategien behalten den einmal eingeschlagenen Weg bei, wobei auch hier das Risiko durch die breite Streuung relativ gering ist. Beide Anlageformen beinhalten ein sogenanntes Rebalancing. Da mittels eines Robo-Advisors durchgeführte Anlagen üblicherweise langfristig ausgelegt sind, wird das Portfolio gemäß seiner Entwicklung von Zeit zu Zeit überprüft und unter Umständen auf das vereinbarte Risiko-Niveau zurückgesetzt.

Hinter der Anlage-Strategie eines Robo-Advisors stecken im Grunde nur nackte Zahlen, die durch Bedingungen miteinander verknüpft sind, eben Algorithmen. Die Bedingungen sind die Antworten des Kunden auf Fragen des Robo-Advisors, wie sie in jeder Anlageberatung eine Rolle spielen.

  • Wie hoch ist die Risikobereitschaft?
  • Was sind die angestrebten Ziel-Renditen?
  • Wie hoch sind die monatlichen Sparraten?
  • Wie sehen die finanziellen Spielräume aus?
  • wie stellt sich der Anlagehorizont des Kunden dar?

Diese Angaben, in entsprechende Parameter umgewandelt, stellen nun den Raum dar, indem sich der Robo-Advisor beziehungsweise die Software bewegt. Damit ausgestattet werden Daten analysiert, die den Vorgaben entsprechen. Dabei greift der Robo-Advisor auf gigantische Datenmengen zu, die vor allem die Wertentwicklung bestimmter Anlageklassen darstellen. Daraus werden Anlagestrategien entwickelt, die grundsätzlich eine breite Streuung besitzen. Um dies in Bezug auf die Kosten im Rahmen zu halten, erfolgen die Investitionen oft in Indexfonds oder ETFs (Exchange-Traded Funds).

Die Anlagekonzepte der Robo-Advisor wurden wissenschaftlich erprobt und auch die Performanceentwicklung der letzten Monate zeigt durchgehend gute Ergebnisse.

Und während es bei anderen Banken und Dienstleistern äußerst kompliziert sein kann, dass Konto zu eröffnen, die richtigen zu handelnden Werte herauszusuchen, Orders zu platzieren und selbst die Überwachung vorzunehmen, so ist dies beim Robo-Advisor viel einfacher.

Es dauert nur wenige Minuten und schon ist das Konto eröffnet. Die in Deutschland ansässigen Robo-Advisor arbeiten mit großen Partnerbanken und Geldhäußern zusammen​, wo das Geld der Kunden sicher verwahrt wird. Der Robo-Advisor übernimmt nach der Kontoeröffnung dann die Umsetzung der gewählten Anlagestrategie.

Der Einstieg in die Geldanlage der Zukunft ist also denkbar einfach!

Welche Robo-Advisor Anbieter sollten Anleger in Deutschland unbedingt kennen?

Wie bereits erwähnt, ist der Markt der Anbieter im Segment Robo-Advisor im deutschsprachigen Raum noch dünn gesät. Es haben sich jedoch bereits einige Unternehmen durch ihr Leistungsangebot und das bisher erwirtschaftete Ergebnis deutlich hervorgetan. Fünf dieser bemerkenswerten Firmen seien hier einmal kurz vorgestellt:

growney


Die growney GmbH mit Sitz in Berlin ist das Kind von Gerald Klein, einem ehemaligen Finanzmanager der Landesbank Berlin, der growney im April 2014 aus der Taufe hob. Growney ist ein Finanzanlagenvermittler nach § 34f und unterliegt nicht der Beratungshaftung. Das Unternehmen bietet 5 Anlagestrategien in passiv verwalteten ETFs. Eine Mindesteinlage besteht nicht. Das Depot der Kunden wird von der Sutor Bank verwaltet und ist als Sondervermögen gegen den Zugriff Dritter geschützt.

growney-Website

growney-Website

Der Leitgedanke von growney: Mit Hilfe neuer Technologien und einem brillanten Konzept aus der Wirtschaftsforschung werden neue Möglichkeiten für Geldanlagen geboten, die einfacher, günstiger und rentabler sind als alles, was man bei der Hausbank erhält. Diese Geldanlagen sollen für jedermann zugänglich sein.

Geringe Kosten und der Verzicht auf hochspekulative Anlagestrategien kennzeichnen die Vorgehensweise des Robo-Advisors. Hier zählt die Logik der Wissenschaft. Dies liefert im Ergebnis ein günstigeres Risiko-Rendite-Verhältnis und verschafft den Anlegern Ruhe und Gelassenheit. Das kann der Anleger von growney erwarten:

  • Einfachheit
  • Transparenz
  • Integrität
  • Expertenwissen

Ginmon


Im Jahr 2014 gründeten Lars Reiner, Ulrich Bauer und Raphael Vosen ginmon, eine auf wissenschaftlich erarbeiteten Anlagestrategien basierenden Finanzanlagenvermittlung nach § 34f. Sitz ist Frankfurt am Main. Ginmon bietet Anlagekonzepte in ETFs ab einer Mindesteinlage von 1000 Euro an. In der Auswahl der Anlageziele finden sich rund 10.000 Unternehmen aus 17 Ländern. Rohstoffe oder Währungen gehören nicht zum Portfolio. Das Anlagedepot wird bei der DAB-Bank geführt, Ein- und Auszahlungen erfolgen ausschließlich über das jeweilige Referenzkonto des Kunden.

Ginmon Erfahrungen | Website

Ginmon | Website

Mit Algorithmen sorgt Ginmon für eine laufende antizyklische Portfoliooptimierung und der Beibehaltung des Risikoprofils.

Dabei behilflich sind Anlagebausteine wie physische Replikation, maximale Streuung, minimale Wertpapierleihe, hohe Kosteneffizienz, Steuereinfachheit und niedrige Spreads. Auf diese Weise stellt der Robo-Advisor Optimierungspotenziale vor.

Das mehrfach ausgezeichnete Unternehmen (Frankfurter Gründerpreis und BankingCheck Award) hat es sich zur Aufgabe gemacht, allen Privatanlegern die Möglichkeit zu verschaffen, ihre Ersparnisse so zu investieren, wie es vorher nur der wohlhabenden und institutionellen Schicht vorbehalten war.


fintego


Fintego gehört zur European Bank for Financial Services GmbH (ebase®), die wiederum eine hundertprozentige Tochter der Comdirekt Bank AG ist, hinter der die Commerzbank steht. Als Vermögensverwalter unterliegt Fintego der Beratungshaftung. Das Unternehmen bietet passiv verwaltete ETF-Fonds-Portfolios, die sich in 5 verschiedene Anlagestrategien unterteilen. Das Depot kann vollständig online eröffnet werden. Für den Einstieg besteht die Möglichkeit, per Sparplan 50 Euro pro Monat einzuzahlen oder direkt mindestens 2.500 Euro anzulegen.

Die Depotverwaltung erfolgt bei der ebase, einer B2B Direktbank mit über 1 Million Kunden und 30 Milliarden Euro verwaltetem Kundenvermögen.

fintego Website

fintego Website

fintego gehört zur European Bank für Financial Services GmbH (ebase). Als eine der führenden B2B Direktbanken hat diese sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden innovative und spezifisch zugeschnittene Depot- und Kontolösungen zu präsentieren.

Der Leiter des dreiköpfigen Fachteams hat ein Studium an der LMU in München mit Schwerpunkt Kapitalmarkt sowie eine Bankbetriebslehre absolviert hat. Mit einem Sparplan von 50 Euro monatlich oder einer Einmalanlage von 2.500 Euro können Anleger einsteigen.

fintego will mit Nachvollziehbarkeit, Transparenz, Konsequenz und Beständigkeit punkten und liefert Anlagestrategien von Defensiv bis Risikobereit. Alle Transaktionen werden über die ebase abgewickelt.


whitebox Online Vermögensverwaltung


Im Januar 2016 ging whitebox nach über dreijähriger Vorarbeit durch die Gründerinnen Salome Preiswerk und Dr. Birte Rothkopf an den Start. Geschäftsführer ist der renommierte Schweizer Bankmanager Andreas Sarasin. Whitebox bietet Anlagen in ETFs ab 5000 Euro Mindesteinlage und ist ein Vermögensberater, der der Beraterhaftung unterliegt. Das Unternehmen mit Sitz in Weil am Rhein, direkt an der Schweizer Grenze, bietet Vorsorgepläne für das Rentenalter oder Vermögensanlagen mit sehr hoher Transparenz. Daher der Name whitebox als Gegenpart zu blackbox und dahinter stehenden Verschleierungstaktiken in der Finanzanlage. Die im Depot befindlichen Gelder werden von der biw Bank verwaltet und unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung.

whitebox-Vermögensverwaltung-Website

whitebox-Vermögensverwaltung-Website

Aktiv, wo nötig:

  • Ohne Aktivität kein Risikomanagement.
  • Value-Ansatz zur Vermeidung von bleibendem Kapitalverlust.
  • Fundamental- und Marktanalysen basierend auf Daten anstatt auf Emotionen und Meinungen.
  • Optimierung des Risiko-Renditeprofils unter Berücksichtigung von „schwarzen Schwänen“.
  • Abweichungsbasiertes Rebalancing
  • 24/7-Überwachung der Anlage

Passiv, wo möglich:

  • Der Anlageerfolg hängt auch davon ab, was man beim Anlegen nicht ausgibt. Passivität vermeidet Kosten.
  • Lanfristige und value-orientierte Sicht führt zu behutsamen Portfolioumschichtungen.
  • Vermeidung von Markttiming (bestmöglicher Handelszeitpunkt von Aktien und Wertpapieren) und Stockpicking (Investitionen in einzelne, börsennotierte Unternehmen).
  • Nutzung von passiv gemanagten Produkten.

easyfolio


Easyfolio ist eine Tochter der Privatbankiers Hauck & Aufhäuser KGaA mit Sitz in Frankfurt am Main. Easyfolio wird als Finanzanlagenvermittler nach § 34f geführt. Die Besonderheit bei easyfolio sind die drei Anlagestrategien und das die darin enthaltenen Fondanteile auch ohne Depoteröffnung sowohl direkt bei Easyfolio sowie einer ganzen Anzahl von Direktbanken erworben werden können. Sparpläne beginnen bereits bei 10 Euro. Das Anlagevermögen ist durch einen Einlagensicherungsfond geschützt.

easyfolio | Website

„#einfachanlegen“ wirbt die Website des Robo-Advisors. Das Ziel: Die Geldanlage für jedermann. Grundlage sind drei Anlagestrategien: easyfolio 30, 50 und 70. Die Investitionsstrategien haben unterschiedliche Gewichtungen, je nach Risikobereitschaft der Anleger. easyfolio versichert seinen Anlegern

  • Einfachheit
  • günstige Preise
  • Transparenz
  • Sicherheit
  • Flexibilität.

Auf diese Weise soll der Vermögensaufbau der Anleger optimal unterstützt werden. Fünf Grundsätze des digitalen Geldanlegers unterstützen die Vorgehensweise:

  • Mit Wertpapieren an der Wirtschaft partizipieren
  • Breite Streuung (Diversifikation)
  • Durch die Wahl des individuellen Risikolevels ruhig schlafen
  • Kosten minimieren
  • Lange durchhalten

Alle 5 hier kurz vorgestellten Unternehmen sind Startups der Fintech-Branche, die sich in einem Markt bewegen, der nach wie vor durch konservative Denkweisen geprägt ist. Es geht schließlich um Geld. Nicht wenige der Anleger übersehen dabei jedoch, dass die herkömmlichen Anlagen oft so teuer sind, dass selbst gute Renditen aufgezehrt werden. Einfach, weil es zu viele Schaltstellen gibt, die am Anlagekuchen knabbern. Die andere Problematik sind oft horrende Einstiegssummen, um überhaupt in den Genuss einer guten Vermögensverwaltung zu kommen. An diesen Punkten knüpfen die Firmen mit dem Robo-Advisor an, der durch die Automatisierung einer Vielzahl von Vorgängen die Kosten in der Vermögensverwaltung erheblich reduziert und durch die Nutzung von Algorithmen ein passgenaues und konkurrenzfähiges Portfolio zusammenstellen kann. Unser Robo Advisor Vergleich hilft dabei, die verschiedenen Robo-Advisor Anbieter nach den wichtigsten Kriterien untereinander zu vergleichen und individuell den besten Robo Advisor zu finden. Der jeweilige Robo Advisor Test hilft außerdem dabei, im Detail mehr über alle Anbieter zu erfahren. Die Testberichte sind unabhängig recherchiert, beinhalten werthaltige Detailinformationen und Erklärvideos.


FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten

Woher kommt der Name Robo Advisor?

Es begann vor über 1.100 Jahren und mit einem Mann, dessen Namen für westliche Zungen nur schwer auszusprechen ist. Al-Chwarizmi war ein aus Usbekistan stammender und in Bagdad lebender Gelehrter, dessen so schwieriger Name im lateinischen Algorismi bedeutet. Dieser Mann beschäftigte sich unter anderem mit Algebra und er führte die Zahl Null in das arabische und damit unser Zahlensystem ein. Auf seinen Erkenntnissen beruhen die heute Algorithmen benannten Rechenverfahren, ohne die unser Alltag nicht vorstellbar wäre.

Algorithmen sind überall. Wenn das Navigationsgerät den eingegebenen Zielort exakt ansteuert oder die Rechtschreibung der Textverarbeitungssoftware geprüft wird, sind dafür genauso Algorithmen zuständig wie wenn uns der Schachcomputer zum x-ten Mal schlägt. Das sind nur drei Beispiele von unzähligen Anwendungen, die auf einem oder mehreren Algorithmen basieren. Auch in der Geldanlage spielen Algorithmen eine wichtige Rolle. Hier werden sie genutzt, um große Datenmengen nach Mustern und Zusammenhängen zu durchforsten und auszuwerten.

Der Begriff Robo-Advisor ist eine Abkürzung, die sich aus den beiden Worten Robot (Roboter) und Advisor (Berater) zusammensetzt. Robo-Advisors unterstützen Verbraucher bei der Geldanlage und haben das Ziel, traditionelle Geldanlageberater durch Digitalisierung und selbstlernende Algorithmen zu ersetzen. Menschlicher Irrtum ausgeschlossen.

Was sind ETFs?

Unter einem ETF ist ein Investmentfonds zu verstehen, der ein Sondervermögen der emittierenden oder ausgebenden Investmentgesellschaft darstellt. Dies ist ein wichtiger Punkt in Bezug auf die Sicherheit der Fondsanteile. Als Sondervermögen kann es weder von der Investmentgesellschaft selbst noch von ihren Gläubigern beansprucht werden. Etwa dann, wenn die Investmentgesellschaft in Insolvenz geht.

Ein ETF orientiert sich grundsätzlich an einem bestehenden Index einer Branche. So etwa an einem Aktienindex wie dem DAX, oder auch an einem Immobilienindex, einem Rentenindex oder einem Rohstoffindex. Der Index ist eine veränderliche Kennzahl, der die Wertentwicklung der in der jeweiligen Branche zusammengefassten Papiere darstellt. Im ETF wird dieser Index nachgebildet. Der Vorteil für den Anteilseigner an einem ETF stellt sich so dar, das ein Ausfallrisiko, also der Totalverlust, aufgrund des Status als Sondervermögen praktisch nicht gegeben ist. Natürlich können der Indexwert, und damit auch der ETF-Wert, sinken. Das Risiko hierfür ist aber wesentlich geringer als bei Einzeltiteln. Je nach Art des ETFs werden in ihm beziehungsweise im zugrunde liegenden Index die Werte von mehreren Hundert Unternehmen abgebildet.

Sind Robo-Advisors die Anlageberater der Zukunft?

Diese Frage könnte sich durch eine Gegenfrage selbst beantworten. Orientieren Sie sich im Verkehr anhand einer Straßenkarte, die zusammengefaltet im Handschuhfach liegt, oder überlassen Sie die Streckensuche dem Navi?

Während Navigationsgeräte schon über 10 Jahre auf dem Markt sind, stellt der Robo-Advisor im deutschsprachigen Raum ein recht neues Instrument zur Geldanlage dar. Natürlich lassen sich Navigationsgeräte und Geldanlage-Strategien nicht miteinander vergleichen, aber in Bezug auf den Robo-Advisor bestehen Parallelen. So etwa bei der Bereitstellung und Aufbereitung von Daten. Dabei bleibt die Software des Robo-Advisors im Rahmen der Vorgaben immer neutral. Ein Bankberater oder ein Anlageberater kann einen „schlechten“ Tag haben, zum Nachteil seiner Kunden. Solche Parameter kennt der Robo-Advisor nicht. Die Online-Vermögensverwaltung mittels Robo-Advisor steht in Deutschland noch am Anfang, aber aufgrund der bereits jetzt zu sehenden Erfolge und der unkomplizierten Anwendung wird sich diese Anlageform nicht nur fest etablieren, sie wird ebenso viele Menschen dazu bewegen, ihre bisherige Vermögensverwaltung oder die Art des Sparens zu überdenken. Gerade in Deutschland, dessen Bevölkerung trotz Nullzinspolitik noch immer vom Sparbuch-Gedanken geprägt ist, kann der Robo-Advisor einen Wandel herbeiführen. Vor allem auch deshalb, weil mit der Online-Vermögensverwaltung aufgrund recht niedriger Einstiegsbeträge und geringer Kosten die Anlage in Aktien, Fonds und Wertpapiere auch für Menschen ermöglicht wird, deren Ersparnisse und Einkünfte aufgrund der relativ geringen Höhe für die klassische Anlageberatung kein Ziel waren. In Amerika sind Robo-Advisors bereits stark etabliert und eine der wohl bekanntesten Investment Manager ist BlackRock. Derart große Vermögen wie sie von BlackRock verwaltet werden, lassen sich nur mit weit entwickelten Algorithmen verwalten. In Deutschland ansässige Robo-Advisors bieten den großen Vorteil, dass die Kundengelder sehr gut geschützt sind.

Was sind die Vorteile von Robo-Advisors?

„Was kostet das?“ eine oft gehörte Frage und dies mit Recht. Bei der Online-Vermögensverwaltung durch einen Robo-Advisor belaufen sich die jährlichen Kosten je nach Anbieter auf ein halbes bis zwei Prozent des Anlagebetrages. Das ist mehr, als wenn in Eigenregie etwa in Festgeld oder Tagesgeld investiert wird, aber weit weniger als das Honorar für freie Berater oder die Provisions- und Abschlussgebühren bei Produkten der Hausbank.

Die Online-Vermögensverwaltung soll sich natürlich in Euro und Cent auszahlen beziehungsweise eine ordentliche Verzinsung erbringen. Hier nun wieder in Bezug auf Robo-Advisor einen in der Finanzbranche üblichen „Track-Record“ über den Zeitraum von 3 Jahren anzuzeigen, ist schwierig, da die Anbieter teilweise noch sehr neu auf dem deutschsprachigen Markt sind und weitere ständig hinzukommen. Immerhin zeigte jüngst eine Performance-Auswertung von 11 Robo-Advice-Anbietern in der Zeitspanne von April 2016 bis Februar 2017 Verzinsungen von 7 bis über 12 % an. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Verzinsung auch mit der Höhe der von den Diensten verwalteten Gelder zusammenhängt. Neue Anbieter müssen sich erst einmal einen Kapitalstock aufbauen. Im Durchschnitt können die bisher erfassten Performance-Werte mit klassischen Anlagen locker mithalten und dies bei geringeren Kosten. Hier in Stichworten die Vorteile zusammengefasst:

  • Hohe Zeitersparnis
  • Geringe Mindesteinlagesummen
  • Kostengünstig
  • Geringer Verwaltungsaufwand
  • Sofortiger Überblick per App
  • Anlageentscheidungen nach Auswertung und nicht nach Gefühl
  • Breite Streuung und damit geringeres Risiko

Sicherlich ein großer Vorteil ist der unkomplizierte Einstieg über das jeweilige Onlineportal des Anbieters. Das erspart nicht nur den Weg zur Hausbank oder einen Honorarberater, es bietet gleichzeitig die Möglichkeit zum Vergleich. Ebenso bietet es sich an, zum ausgewählten Anbieter weitere Informationen und Erfahrungen einzusammeln.

Geldanlage – gut und schön. Doch welche Vorteile bietet die Selbstverwaltung des Geldes via Internet? Denn schließlich muss es sich auch lohnen, die finanziellen Angelegenheiten eigenständig zu regeln. Und das tut es tatsächlich – sich lohnen, sofern man sich mit dem Thema beschäftigt und die Risiken abschätzen kann.

Die Grundlage sind sogenannte ETFs (englisch: Exchange Traded Funds), welche börsengehandelte Indexfonds darstellen, wie z. B. die Wertentwicklung des deutsche DAX-Indexes. ETFs fassen die Vorteile von Aktien und Fonds zu einem Produkt zusammen und ermöglichen die kostengünstige Investition in ganze Märkte.

Mit ETFs können Anleger auch in zahlreiche andere Anlageklassen investieren. Sie sind so vielfältig und zahlreich, dass sie die perfekten Bausteine für die private Geldanlage via Robo-Advisors darstellen. Außerdem bilden sie einen Marktindex 1:1 nach und können jederzeit an der Börse gehandelt werden, wie eine Aktie und ohne Einschränkung.

Die 7 Vorteile der Robo-Advisors im Detail

Keine Zeit, keine Lust, zu anstrengend

Das Thema Geldanlage wirkt abschreckend auf viele Menschen. Sie beschäftigen sich erst gar nicht damit oder überlassen es Beratern, dieses komplexe Thema zu horrenden Vergütungen anzugehen. Diese lassen sich ihre Zeit auch teuer bezahlen und bereichern sich am sauer verdienten Geld der Anleger.

Geld anlegen ist weder schwierig noch anstrengend. Schnell bekommt man Lust darauf, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen und sich als Broker zu versuchen. Sparbuch und Tagesgeldkonto sind lediglich Lagerstätten für das Ersparte, doch Zinsen bringen sie kaum. Es bedarf nur einiger Klicks für die professionelle Geldanlage.

Fachwissen aus der Finanzwelt braucht man dazu nicht. Lediglich einige Testfragen zu Sparzielen, monatlichen Sparraten und Anlagezeitraum – das ist alles, was man aufbringen muss an Zeit. Einige Klicks weiter ist das Konto bereits eröffnet. Doch Achtung: Nicht unbedarft an die Sache herangehen.

Kleine Beträge

Die professionelle Beratung beim Anlageberater vor Ort ist meist nur bei hohen Beträgen lohnenswert, die der normale Verbraucher aber kaum aufzubringen vermag. Die digitale Vermögensverwaltung via Robo-Advisor gibt sich auch mit kleineren Summen zufrieden (meist ab 1.000 Euro) und legt sie gewinnbringend an.

Einige Anleger verlangen nicht einmal einen Mindestbetrag. Wer keine Summe zur Verfügung hat, erstellt einen Sparplan mit monatlichen Einzahlungsbeträgen.

Geringe Kosten

Je niedriger die Kosten einer Geldanlage, umso höher der Gewinn der Anleger! Dies ist der größte Vorteil der Robo-Advisors. Ein Preis-/Leistungsvergleich der Anbieter lohnt sich. Durchschnittlich liegen die Gebühren etwa zwischen 0,3 und 1,4 % des angelegten Vermögens jährlich. Banken und Sparkassen können hier nicht mithalten.

Unabhängigkeit

Robo-Advisors sind unabhängig von Unternehmen und geraten in keinen Interessenkonflikt bezüglich der Empfehlungen. Vor allem haben sie keine Emotionen, die beim Abfallen von Kursen zu übereilten Entscheidungen verleiten. Zudem sind sie 24 Stunden erreichbar, denn Öffnungszeiten gibt es hier nicht.

Transparenz

Die wichtigen Informationen erhält der Anleger auf der Website des Anbieters. Explizit werden Anlagestrategie, Anlageklassen, Zusammenstellung der Fonds, entstehende Kosten und die Partnerbank, bei der das Geld verwahrt wird, offengelegt.

Vermeidung von Anlagefehlern

Zu spät oder zu früh verkaufen, zu lange festhalten oder zu schnell agieren – dies sind Anlegerfehler, die früher oder später jedem unterlaufen könnten. Die Liste der möglichen Fehler ist lang, weil Menschen emotional handeln. Robo-Advisors haben keine Gefühle, sie setzen alle Anlageregeln wie gewünscht um.

Minimierte Anlagerisiken

Die Investitionen fließen in Fonds, die aus mehreren tausend Unternehmen weltweit zusammensetzen. Somit ist die Streuung breit und das Risiko minimal. Kurzfristig besteht jedoch immer das Risiko von Kursverlusten. Eine längerfristig ausgerichtete Geldanlage reduziert gemessen an den Kursentwicklungen der letzten 50 Jahre das Verlustrisiko (nicht die Nerven verlieren).

Wie sind die Kundengelder bei einem Robo-Advisor abgesichert?

Wie bereits in den Kurzbeschreibungen zu lesen war, sind die Kundengelder nicht bei den Unternehmen direkt hinterlegt, sondern bei verschiedenen Banken. Dort werden die Gelder als Depot verwaltet und unterliegen als Sondervermögen der Einlagensicherung. Das bedeutet, dass selbst im Fall eines Konkurses sowohl der Bank wie auch der Anlagefirma die Gelder vor dem Zugriff Dritter geschützt sind.

Insolvenzen sind im Unternehmerbereich keine Seltenheit und auch bei Robo-Advisors ist diese Gefahr gegeben. Stellt sich die Frage: Was geschieht mit den angelegten Kundengeldern? Größtenteils handelt es sich hierbei um Start-up-Unternehmen im Finanzdienstleistungsbereich, die sich auf dem Markt entsprechend etablieren müssen und bei denen der Profit noch auf sich warten lässt.

Die neue Möglichkeit, mit dem Geld anderer Leute selbst Geld zu verdienen, wirkt anziehend auf Neugründer und dementsprechend tummelt sich eine größere Anzahl auf dem Markt. Da ist zu vermuten, dass nicht jeder Anbieter Bestand haben wird. Doch Anleger müssen sich nicht sorgen, denn das Geld ist in einzelne Fonds investiert.

Sie werden als Sondervermögen bezeichnet und die Konten bzw. Depots werden zudem meist bei großen Partnerbanken geführt. Damit sind die sogenannten Anlagegesellschaften verpflichtet, die Gelder von Kunden getrennt vom Unternehmensvermögen zu verwahren (zu vergleichen mit Kautionszahlungen bei Mietobjekten, die ebenfalls gesondert aufbewahrt werden müssen).

Das Anlagekapital muss wie bereits erwähnt bei unabhängigen Depotbanken hinterlegt werden.

Auf diese Weise wird verhindert, dass das Anlegervermögen bei einer Insolvenz mit in die Konkursmasse fließt und Gläubigeransprüche getilgt werden. Geht die Partnerbank, bei der die Geldanlage deponiert wird, pleite, besteht trotzdem keine Gefahr.

Die Wertpapiere werden einfach auf eine andere Bank übertragen – kostenfrei und ohne Risiko. Zu verwechseln ist dieser Schutz jedoch nicht mit dem Schutz vor Kursverlusten. Die Kurse der Wertpapiere in den Fonds sind Schwankungen unterworfen, deren Risiko allein die Anleger tragen. Für dieses Risiko erhält er jedoch eine Rendite.

Grundsätzlich sollten sich Anleger nicht blauäugig in die Hände von Robo-Advisors begeben und hoffen, auf diese Weise schnelles Geld machen zu können. Die Anlageempfehlungen werden nicht von Bankmitarbeitern getroffen, sondern von Computern, die mit Algorithmen arbeiten.

Menschlich darf man hier keine Rücksicht erwarten, denn Computer haben keine Gefühle und können auch die individuelle Situation nicht einschätzen. Sie können nur rechnen.

Der Anleger kann sicher sein, dass die Basiswerte objektiv ausgewählt werden, eine persönliche Beratung gibt es jedoch nicht. Letztendlich ist es jedoch auch die logische Konsequenz, das bei derart geringen Verwaltungskosten kein riesiger Beratungsapparat vorgehalten werden kann.

Anlageprotokoll

Nach der Erfahrung des Anlegers richtet sich die Beratung. Selbst dann, wenn der Berater vorschlägt, einen Investmentfond als sogenannten Drittanbieter hinzuzuziehen, ist er immer noch Berater, nicht nur Vermittler. Am Ende des Beratungsgespräches erhält der Anleger ein Protokoll, das alles dokumentiert, was besprochen wurde:

Wer mit Anlageplänen zum Mitarbeiter einer Bank geht und ein langes Gespräch führt, ist gut beraten. Dieser macht sich unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben ein Gesamtbild des Anlagewilligen und seiner Ziele.

  • Welche Erfahrungen bringt der Anleger hinsichtlich der gewünschten Risikoklasse mit?
  • Was sind die Anlageziele (konservativ oder chancenorientiert)?
  • Wie ist der zeitliche Rahmen für das Investment?
  • Wie ist die Anlageempfehlung des Beraters?
  • Wie wird die Empfehlung begründet?

Vorsicht heißt es hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Finanzdienstleister. Die Anbieter der Komplettlösungen sind oftmals als Vermögensverwalter oder Finanzanlagenvermittler zugelassen, die darauf hinweisen, dass sie im rechtlichen Sinne keine Beratung anbieten, sondern lediglich als Vermittler zwischen der angeschlossenen Depotbank und dem Kunden agieren.

Ein Beratungsprotokoll darf man also nicht erwarten. Doch es kann auch bedeuten, dass Robo-Advisors keine Haftung für ausgesprochene Empfehlungen übernehmen. Ein falsch beratener Kunde muss also beweisen, dass durch den Anbieter eine Beratung erfolgt ist und diese ganz einfach falsch war.

Dabei ist entscheidend, ob der Anbieter den Eindruck vermittelt hat, dass er bei seiner Empfehlung die persönlichen Umstände des Geldanlegers berücksichtigt hat. Das kann nur im Einzelfall geklärt werden, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) erklärt.

Ein Unterschied für die Haftung

Tritt der Robo-Advisor als Vermittler oder Berater auf? Dies ist ein wesentliches Merkmal bezüglich der Haftung. Wer sein Vertrauen dem digitalen Finanzberater schenkt, muss sein Geld auch irgendwo deponieren.

Die zur Wahl stehenden fünf Investmentmöglichkeiten basieren auf unterschiedlichen Portfolio-Kombinationen, deren Palette von konservativ bis sehr chancenorientiert unterteilt ist. Die Wahl der Anlagestrategie obliegt dem Anleger.

Bis hier hin gibt es keine Unterschiede in der Risikoanalyse zwischen Robo-Advisor und Bankberater (außer, dass der Bankberater redet, der Robo-Advisor nicht). Der große Unterschied ist allerdings prägnant hinsichtlich der Beraterhaftung, denn nicht alle Portale für Onlinevermögensverwaltung sind auch Vermögensverwalter.

Das entbindet sie von der Beraterhaftung. Daher ist bei der Wahl darauf zu achten, dass die Anbieter der digitalen Vermögensanlage auch die Rechtsstellung des Vermögensverwalters und nicht nur des Finanzanlagenvermittlers nach § 34f Gewerbeordnung (GewO) innehaben.

Oft wird suggeriert, dass die als Vermittler agierenden Robo-Advisor-Portale auch Berater sind. Wer sich jedoch das Kleingedruckte genauer betrachtet wird feststellen, dass es sich bei den Vorschlägen aufgrund des zuvor beantworteten Fragebogens lediglich um „Anregungen“ handelt. Noch einmal: In diesem Falle handelt es sich nicht um eine Beratung.

Die gewählte Anlagestrategie wird über eine Bank, zumeist ein Fintech-Unternehmen, umgesetzt. Diese nimmt auch die Verwaltung der Gelder vor. Man nennt dies auch „execution only“ (ausschließlich Ausführung bzw. Durchführung).

Das bedeutet: Verliert das Investment an Wert (aus welchem Grund auch immer) und der Kunde hat sich zuvor für die Risikovariante entschieden, obwohl er eigentlich ein eher konservativer Anleger ist, gilt die Beraterhaftung nicht.

Robo-Advisors auf Grundlage des § 34f GewO agieren nach eigenen Aussagen lieber mit selbst entscheidenden Kunden und entziehen sich somit der Haftung.

Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Anlagestrategien der Robo Advisors?

Die Festlegung einer Anlagestrategie durch einen Robo-Advisor ist eigentlich starr darauf ausgerichtet, der in der Historie festgestellten Wertentwicklung mehrere ETF-Fonds zu folgen und von der vermutlich weiter steigenden Wertentwicklung zu profitieren. Genau das macht einen Robo-Advisor einerseits kostengünstig und andrerseits werden Risiken durch die Streuung minimiert. Das steckt hinter einer passiven Anlagestrategie.

Als aktive Anlagestrategie werden Depotverwaltungen bezeichnet, in die häufiger eingegriffen wird. Das können Umschichtungen sein genauso wie Verkäufe oder Ankäufe von Fondsanteilen. Dies jedoch führt zu höheren Kosten. Jeder Vorgang ist mit einer Gebühr belegt, die letztlich die Rendite schmälert. Wenn durch die Aktivität die Rendite überproportional gesteigert wird und so die Kosten für den Anleger ausgeglichen werden, ist dagegen nichts einzuwenden. Der Haken dabei ist, dass dies nicht immer gewährleistet ist.

Robo-Advisors bieten also Komplettlösungen an. Sie eruieren die Risikobereitschaft und schlagen Anlagemöglichkeiten vor. Doch unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Anlagestrategien. Wer Geld anlegen möchte, sollte die Unterschiede kennen:

Passive Anlagestrategie

Hier ist die Verteilung auf die einzelnen Fonds bereits vorgegeben. Hier wird ein regelmäßiges Rebalancing vorgenommen, d. h. die Ausgangsverteilung wird immer wieder hergestellt. Auf diese Weise wird das Risiko minimiert.

Aktive Anlagestrategie

Die aktive Anlagestrategie folgt einem finanzmathematischen Modell. Dieses schichtet je nach Marktlage zwischen den einzelnen Anlageklassen um, was das Risiko wesentlich erhöht. Hier gibt es kein Rebalancing.

Fazit zu aktiven und passiven Anlagestrategien

Nur bei der passiven Anlagestrategie ist die Nachvollziehbarkeit der Geldanlage gegeben. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass aktiv gemanagte Aktienfonds sich kaum durchsetzen können. Das Verlustrisiko ist zu hoch.

Was sollten Anleger außerdem über Roboadvisors wissen?

Das digitale Zeitalter macht es möglich: Die Selbstverwaltung des eigenen Geldes. Banken und andere Geldinstitute werden sich bezüglich Zinsen und Kosten anpassen müssen, wenn sie ihr Überleben sichern wollen. Wir sind in der Zukunft angekommen – bei den Robo-Advisors. In den USA gehören sie bereits zum täglichen Geschäft. Doch ist das Vermögen der Anleger bei den Robo-Advisors so sicher, wie bei den Banken? Es lohnt sich, genau hinzuschauen, um die Risiken abschätzen zu lernen und sich für die richtige Strategie zu entscheiden.

Woher kommt eigentlich der Begriff "Robo-Advisor"?

Der Begriff ist recht neu und setzt sich aus den beiden englischen Wörtern für Roboter (Robot) und Berater (Advisor) zusammen. Ihr Ziel ist die Automatisierung bzw. Digitalisierung der Finanzberatung sowie die Motivation von Menschen, ihr Vermögen und damit ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Denn eines ist Fakt: Verbraucher fühlen sich oft verunsichert, wenn es um die Geldanlage geht. Welche und wie viele Aktien soll man kaufen? An welches Unternehmen kann man sich wenden? Gibt es Sicherheit? Berater vor Ort lassen sich ihre Tätigkeit meist mit hohen Stundenhonoraren vergüten. Daher bieten Robo-Advisors eine echte und ernstzunehmende Alternative.

Kontoeröffnung via Internet

Ein sogenanntes Depot zu eröffnen, ist ganz einfach. Dazu braucht es nur zwei Schritte: Die Registrierung beim gewählten Anbieter mit anschließender Legitimation a) per Post-Ident oder b) per Video-Ident.

Verschiedene Portfolios

Vorgefertigte Strategien bieten die Lösung zur günstigen und effektiven Geldanlage, die per Robo-Advisors in Aktien, Anleihen und manchmal auch Rohstoffen bestehen. Ein Fragenkatalog hilft bei der Auswahl des Portfolios. Fakten über

  • Risikoneigung der Anleger (hohe Risikobereitschaft > hoher Aktienanteil/geringe Risikobereitschaft > geringerer Aktienanteil)
  • gewünschte Ziel-Renditen
  • zu verkraftende Verluste
  • mögliche monatliche Sparraten sowie
  • finanzielle Verhältnisse des Anlegers im Allgemeinen

bestimmen die Anlagestrategie.

Höhere Renditen

Robo-Advisors verschaffen meist höhere Renditen, als die klassische Anlage in Indexfonds. Dies zeigte ein Vergleich über ein Jahr mit den ältesten sechs Anbietern. Fünf von Ihnen erzielten weit bessere Ergebnisse. Ein weiterer Vergleich von neun Robo-Advisors lieferte gar bis zu 9,5 % Weiterentwicklung.

Übersichtliche Kosten

Die Kosten für Robo-Advisors setzen sich aus der Gesamtkostenquote, in Fachkreisen Total Expense Ratio genannt, sowie der Verwaltungsgebühr für das Management zusammen. Die meisten Angebote beinhalten alle Kosten, inkl. Depotführung. Die Wertpapiere selbst werden in einem Depot einer Partnerbank aufbewahrt, und zwar unter dem Namen des Anlegers.

Im Vergleich zur klassischen Vermögensverwaltung punkten Robo-Advisors mit niedrigen Mindestanlagebeträgen (oft ab 1.000 Euro). Monatliche Sparbeträge (ab ca. 50 Euro) erhöhen den Anlagebetrag Schritt für Schritt als sogenannter Sparplan.

Übersichtlicher Markt

Noch ist die Zahl der Anbieter übersichtlich, doch der Markt wächst. Tests ergaben, dass alle aktuellen Anbieter ein gutes bis sehr gutes Angebot offerieren.

Mindestlaufzeiten gibt es nicht für die Geldanlage. Zu jeder Zeit können beliebige Beträge entnommen werden. Dazu werden Wertpapiere verkauft; das Geld ist in etwa zwei bis drei Tagen verfügbar.

Depot selbst verwalten oder Robo-Advisor nutzen?

Interessenten sollten sich darüber bewusst sein, dass ein selbsterstelltes Portfolio gemessen an den Gebühren günstiger sein kann. Jedoch ist der Rechercheaufwand (Zeit) bei eigens verwalteten Vermögen deutlich höher. Der Robo-Advisor also effizienter und effektiver. Auch kosten Tages- und Festgeldanlagen fast nichts, dafür ist in Zeiten der Nullzins- oder sogar Strafzinszeiten das Tagesgeld keine wahre Alternative.

Ein Robo-Advisor hat das Alleinstellungsmerkmal, dass es auf Basis historischer Kursverläufe zukünftige Investitionen automatisch ableitet und Anleger nicht allein im Regen stehen lässt.

Übrigens …

Bei ihrer Tätigkeit unterstehen Robo-Advisors der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Auch in Österreich und der Schweiz haben die obersten Finanzaufsichten stets ein wachsames Auge auf die Dienstleister.

Der Direktzugriff auf alle Optionen und Funktionen der Robo-Advisors ist mit wesentlich niedrigeren Kosten verbunden, als beim klassischen Weg über Banken oder Finanzberater vor Ort.

Welche Nachteile bringen Robo-Advisors mit sich?

Die sogenannte Beratungshaftung ist eine in Deutschland anzuwendende gesetzliche Vorschrift bei der Anlageberatung. Allerdings bestehen hierbei Fallstricke. Nicht alle Robo-Advicer unterliegen dieser Vorschrift, denn nicht alle sind tatsächlich Vermögensverwalter, sondern lediglich Finanzanlagenvermittler entsprechend dem § 34f der Gewerbeordnung.

Weitere Nachteile sind:

• Noch keine langfristige Aussage zur Wertentwicklung

• Automatische Reaktion auf Krisensituationen nur bei aktiver Verwaltung oder selbst initiierten Ausstieg aus der jeweiligen Geldanlage

Wirkliche Krisensituationen wie ein plötzlicher Börsencrash sind glücklicherweise seltene Ereignisse und sie wirken sich auf das jeweilige Portfolio unterschiedlich aus. Das ist vor allem von der Risikostufe anhängig, in der das Geld angelegt ist.

Im Vergleich zu anderen Vermögensverwaltern und alternativen Geldanlagen wie Aktien sind diese Nachteile jedoch relativ. Denn jede Geldanlage ist mit Risiken verbunden und eine 100%ige Sicherheit kann in keinem Fall gewährleistet werden. Vergleicht man die verschiedenen Formen der Geldanlage untereinander, so gehören Robo-Advisors trotz der genannten Nachteile sicher zu den konservativeren Anlageformen mit einem ausgewogenen Chance-Risiko Verhältnis.

Wie alles im Leben bringen also auch Robo-Advisors Nachteile mit sich. Die Experten benennen Sie wie folgt:

Rendite - Robo Advisors vs. Marke Eigenbau

Die Rendite kann niedriger sein als bei einem selbstgebauten Portfolio aus Fest- und Tagesgeld sowie ETF.

Geringe Erfahrungswerte

Bisher gibt es noch keine Erfahrung über das Verhalten von Robo-Advisors bei Börsenkrisen, da sich erst seit 2014 Robo-Advisors am Markt behaupten.

Geringer Einfluss des Anlegers auf die gehandelten Werte

Die konkrete Auswahl der Investments teilweise begrenzt, da der Computer die Handelsentscheidungen übernimmt.

Fehlende Individualität

Individuelles Geldanlegen ist per Robo-Advisors nicht möglich. Der Rahmen der Möglichkeiten ist recht eng gesteckt. Hier wäre man mit der eigenständigen Umsetzung einer Anlagestrategie aus Fest- und Tagesgeld sowie ETFs sicher besser beraten. Anderseits besteht selbstredend die Möglichkeit, verschiedene Robo-Advisors zu kombinieren und zur Diversifizierung zu verwenden.

Unterschiede bei der Haftung

Vielfach sind Robo-Advisors lediglich Berater, das entlässt sie aus der Haftung. Ihre beratende Tätigkeit wird im Kleingedruckten als „Anregungen“ definiert. Daher gibt es keine Haftung für Beratungsergebnisse („Anregungen“). Hier ist nicht die Rechtsstellung des Vermögensverwalters gegeben.

Starre Regeln bei der Umschichtung

Das Regelwerk für das sogenannte Rebalancing ist starr und richtet sich nicht nach den Wünschen der Anleger. Der Computer arbeitet lediglich mit Algorithmen. Flexibilität ist hier nicht vorgesehen.

Wenig historisch bedingte Erfahrungen

Robo-Advisors sind wenig erprobt. Daher können noch keinerlei Aussagen zu langfristigen Wertentwicklungen getroffen werden.

Mögliche Fehlfunktionen in den Algorithmen können sich nachteilig auf die Investition auswirken. Computer werden von Menschen programmiert und damit besteht grundsätzlich die Möglichkeit von Fehlern im System.

Starres System

Keine situationsspezifische sowie auf Kundenverhalten und -stimmung angepasste Beratung möglich. Experten halten das System von Robo-Advisors teilweise für noch nicht ausgereift. Somit stellt eine Fehlberatung aus deren Sicht ein reales und großes finanzielles Risiko dar.

Robo-Advisors sind noch junge Unternehmen. Das erste stelle sich 2014 auf dem deutschen Markt vor. Langjährige Daten können daher noch nicht geliefert werden. Andererseits ist es so gut wie sicher, dass Robo-Advisors die Zukunft gehört.

Fazit: Robo-Advisor sind auf einem wirklich guten Weg, den klassischen Anlageberater zu ersetzen

Robo-Advisors sind ein neues Unternehmensmodell. Langjährige Daten liegen also nicht vor, die hinreichend Erfahrungswerte liefern könnten. Passive Anlagestrategien liefern das kleinste Risiko, da die Aufteilung auf die einzelnen Fonds festgelegt ist und auch regelmäßig zurückgesetzt wird.

Dabei handelt es sich um Indexfonds, sodass die Entwicklung des Anlegervermögens gut nachvollziehbar ist. Fast alle Robo-Advisors werben auf ihren Websites mit einer ausführlichen Definition ihrer Strategien. Doch das junge Unternehmertum verhindert eindeutige Vorhersagen zur Vermögensentwicklung – es gibt noch zu wenige aussagekräftige Statistiken.

Robo-Advisors stellen eine gute Alternative zu eigenhändig durchgeführten Transaktionen dar und pendelt im Risikoprofil sicher zwischen Festgeldanlagen und den Investitionen in Aktien. Wie bei jedem anderen Investment am Finanzmarkt sollte der Anlagehorizont eher langfristig sein, da schnelles Geld nicht zu erwarten ist.

Am längsten am Markt ist der Robo Advisor ginmon etabliert. Doch auch growney , easyfolio, fintego und die whitebox Vermögensverwaltung sind bereits gut im Marktumfeld angekommen und verstehen es durchaus zu überzeugen.