Die 4 besten Börsenfilme aller Zeiten ✅

Der passende Börsenfilm für jeden Videoabend

Wer sich nach einem anstrengenden Tag des Traden lernens einfach mal auf die Couch setzen möchte, um interessante Börenhandel-Storys zu sehen, der ist bei den folgenden 4 Filmen goldrichtig.

Börsenfilm #1: Inside Job

Der Dokumentarfilm „Inside Job“ entstand im Jahre 2010 unter dem Eindruck der weltweiten Finanzkrise und stellt eine Regiearbeit von Charles H. Ferguson im Genre Börsenfilm dar. Der Börsenfilm hat eine Länge von 105 Minuten, wurde von Sony produziert und erhielt im Jahre 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes einen Oskar als bester Dokumentarfilm. Als Sprecher fungierte Mat Damon.

Thematisiert wird der sogenannte „Inside Job“. Also eine wirtschaftliche Straftat von Insidern zum Nachteil desjenigen Unternehmens, welches sie beschäftigt. Der Ausgangspunkt des Filmes ist die Darstellung malerischer Landschaften aus Island, da dieser Staat besonders gravierend unter den Auswirkungen der Finanzkrise zu leiden hatte. Die Macher von „Inside Job“ befragen dann Politiker, Banker und Wirtschaftsbosse nach deren jeweiliger Meinung über die Ursachen der Finanzkrise. Schließlich kommt man allgemein zu der Schlussfolgerung, dass die Liberalisierung der weltweiten Finanzmärkte den eigentlichen Grund für das plötzliche Auftauchen der Krise repräsentiert.

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Inside-Job Bildquelle

Ein Wechsel von Landschaftsaufnahmen, Ausschnitten aus TV-Sendungen und Interviews

In eindrucksvoller filmischer Patchwork-Technik werden Landschaftsaufnahmen, Ausschnitte aus offiziellen TV-Sendungen und Interviews von Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, der Finanzwelt und der Politik miteinander kombiniert. Vorgeschichte, Verlauf und Auswirkungen der Finanzkrise werden explizit vor dem Zuschauer aufgerollt. Hierbei gehen die Macher des Börsenfilms besonders detailliert auf personelle Verflechtungen und Korruption in den Führungsebenen der USA unter der Regierung von George W. Bush ein, die sich verheerend auf die Entwicklung der Finanzmärkte ausgewirkt haben. Als Perspektive wird die Hoffnung dargestellt, die der normale US-amerikanische Bürger mit der Regierung Obama verbindet. Schuldige und Profiteure sollten nach Meinung des Regisseurs bestraft werden.

Börsenfilm #2: Wolf of Wall Street

Der Film wurde im Jahre 2013 unter Regieführung von Martin Scorsese produziert und weist eine Länge von 179 Minuten auf. Er ist für Zuschauer ab 16 Jahren offiziell freigegeben worden. Das Drehbuch schrieb Terence Winter, in der männlichen Hauptrolle agiert Leonardo DiCaprio.

Die filmische Biografie des Jordan Belfort

Der Film „Wolf of Wall Street“ ist als Biografie des Börsenmaklers Jordan Belfort, geboren 1962 in New York City, angelegt und orientiert sich sehr stark an dessen gleichnamigen Bestseller, welcher im Jahre 2008 auch in deutscher Sprache erschien. In eindrucksvollen filmischen Szenen werden das Leben und der Aufstieg des ehrgeizigen jungen Börsenmaklers Jordan Belfort illustriert, welcher Mitte der 1980er Jahre seine Lizenz als Börsenmakler erhielt und dann, wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen auch, nach dem Grundsatz agierte, dass eine Maklertätigkeit nie dem finanziellen Wohl der betreffenden Klienten zu dienen habe, sondern ausschließlich der Maximierung der eigenen Provisionszahlungen.

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Wolf of Wall Street: Bildquelle

Belfort startet folglich in einem kleinen und herunter gekommen wirkenden Unternehmen, welches auf Long Island ansässig ist und realisiert bald ein überaus stattliches Einkommen.

Pennystocks für Proletarier

Jordan Belfort erkennt in diesem Börsenfilm das finanzielle Potenzial des unregulierten Marktes und verkauft nach dem Pump-and-Dump Prinzip hochriskante Pennystocks an wenig vermögende Proletarier, meist unter wahrheitswidrigen Angaben zu den Aktienpaketen. Schnell wird das FBI auf den auch drogensüchtigen Belfort aufmerksam, der vergeblich versucht, die Ermittler zu bestechen und sein Vermögen in der Schweiz in Sicherheit zu bringen. Jordan Belfort wird verhaftet und mit elektronischen Fußfesseln unter Hausarrest gestellt. Nach der Haftentlassung arbeitet Belfort als Verkaufstrainer.

Börsenfilm #3: Wall Street (1987)

Der US-amerikanische Spielfilm „Wall Street“ wurde im Jahre 1987 unter der Regie von Oliver Stone produziert. In der männlichen Hauptrolle als skrupelloser Börsenmakler Gordon Gekko agierte Michael Douglas. Die weibliche Hauptrolle der Freundin des aufstrebenden Jungmaklers Bud Fox wurde mit Daryl Hannah besetzt. Der Film ist 122 Minuten lang und weist das Prädikat „FSK 12“ auf.

„Gier ist gut“

Der Film zeigt den karrierebewussten Jungmakler Bud Fox und dessen vergebliches Bemühen, in einer New Yorker Maklerfirma Karriere zu machen und viel Geld zu verdienen. Seine Misere ändert sich jedoch schlagartig, als er den skrupellosen Finanzhai Gordon Gekko trifft, der ihn lehrt, durch den Verkauf von Bluestar-Aktien schnell viel Geld verdienen zu können. Gekko wird rasch zum Mentor und Vorbild für Bud Fox. Die Beschaffung von Insiderinformationen und deren anschließende skrupellose Verwendung zum Wohle der eigenen Einkünfte, sind gemäß Gordon Gekko die Basis für einen rasanten Aufstieg als Börsenmakler in New York City.

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Wall Street: Bildquelle

Das Geldverdienen an der New Yorker Börse auf Kosten anderer Menschen, die dadurch in den finanziellen Ruin getrieben werden können, wird durch Gordon Gekko als exzessives und prickelndes Spiel interpretiert und auch praktiziert. Als Gekko daran geht, aufgrund von durch Bud Fox beschafften Insiderinformationen aus Gewinnstreben eine Airline zerschlagen zu wollen, erwacht der Gerechtigkeitssinn im ambitionierten Jungmakler und es kommt zum Bruch der inzwischen väterlichen Beziehung zu Gordon Gekko, dem nun Gefängnis droht.

Reale Vorbilder

Der Film basiert auf den Machenschaften der beiden bekannten Wallstreet-Millionäre Ivan Boesky und Carl Icahn, die auch literarisch thematisiert wurden.

Börsenfilm #4: Wall Street: Geld schläft nicht

Der gleichfalls von Regisseur Oliver Stone im Jahre 2010 inszenierte US-amerikanische Spielfilm „Wall Street: Geld schläft nicht“, ist als thematische Fortsetzung des Streifens „Wall Street“ aus 1987 zu verstehen. Wiederum agiert hier Michael Douglas in der Rolle des inzwischen aus der Haft entlassenen früheren New Yorker Börsenmaklers Gordon Gekko. Bud Fox wird abermals von Charlie Sheen gespielt. Der Film ist 136 Minuten lang und trägt das Prädikat „FSK 6“.

Ein geläuterter Börsenhai?

Der nach achtjähriger Haftstraße, die der wegen betrügerischer Börsengeschäfte verbüßen musste, entlassene Gordon Gekko bemüht sich um seine Tochter, zu der er während seines Gefängnisaufenthaltes jeden Kontakt verloren hat. Ihr Verlobter, dessen väterlicher Freund durch Börsenspekulationen in den Ruin getrieben worden war, sinnt nun auf Rache an den Verursachern und profiliert sich mit Investitionen in Anlagen für unterschiedlichste Arten von erneuerbaren Energien.

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Wall Street-Geld schläft nicht: Bildquelle

Gordon Gekko verschwindet in diesem Börsenfilm schließlich mit dem Erbe, welches er seiner Tochter vermacht hatte, gründet in London ein Investment-Unternehmen, steckt das Kapital in mehrere Unternehmen und kann es so im Verlaufe der Wirtschaftskrise auf einige Milliarden US-Dollar vermehren. Das dergestalt inszenierte berufliche Comeback des früheren Maklers Gordon Gekko mündet am Ende des Films schließlich auch in ein entsprechendes familiäres Glück.

Bear Stearns als Vorbild

Als Vorbild für die im Film dargestellte Kelly Zabel Investments fungierte Bear Stearns, die einzige der großen US-amerikanischen Banken, welche sich im Jahre 2007 beharrlich weigerte, unter den staatlichen Rettungsschirm zu schlüpfen. Im darauf folgenden Jahr 2008 wurde Bear Stearns dann schließlich von JPMorgan Chase & Co. übernommen.