TRADEN LERNEN | Was 2017 wichtig ist

In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Aspekte des Börsenhandels zusammengetragen. Traden lernen und Trading Strategien zu entwickeln sind das Kernelement jeder erfolgreichen Trading Karriere. Wer vom langfristigen Erfolg beim Handel mit Aktien, Binären Optionen, Währungen und anderen Finanzinstrumenten profitieren möchte, tut gut daran, Grundlagen- und Fachwissen aufzubauen. Mit der richtigen Kombination aus der passenden Brokerwahl und gezielten Traden lernen wird der Börsenhandel zwar nicht zum Kinderspiel, jedoch steigen die Chancen auf Erfolg deutlich.

Unser Online Leitfaden "Traden lernen" soll dabei helfen, das Traden von Grund auf zu lernen und Fachwissen gezielt auszubauen. Weiterhin stehen auf www.brokerkritik.com eine Vielzahl an ausführlichen und sorgsam recherchierten Broker-Testberichten zur Verfügung. Mit den darin enthaltenen Hintergrundinformationen wird die bedarfsorientierte Wahl des Brokers noch einfacher. Im Übrigen kann es auch für Privatanleger die bereits ein Depot bei einem Broker besitzen durchaus lohnenswert sein, über einen Wechsel nachzudenken. Denn mit einem Wechsel lassen sich schnell mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Traden lernen | Online Leitfaden

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Weitere Fachartikel zum Traden lernen

Traden ist ein Job und eine Berufung zugleich. Es gibt nur wenige Managementaufgaben, die so herausfordernd sind, wie die Verwaltung des eigenen Vermögens. Darum ist die Vorbereitung so enorm wichtig.

Wenn Anleger ihr Geld in fremde Hände geben und z.B. von einem Vermögensverwalter verwalten lassen, was sind dann die Erwartungen an den Vermögensverwalter?

  • Der Vermögensverwalter soll über sehr gute Kenntnisse verfügen. D.h. sowohl Kennnisse von den Finanzmärkten und auch von den zu handelnden Produkten
  • Der Vermögensverwalter soll sich kontinuierlich weiterbilden, um stetes die beste Entscheidung in Bezug auf die Verwaltung des Vermögens treffen zu können
  • Der Vermögensverwalter soll sich an klare Regeln halten. D.h. das umsetzen, was beauftragt wurde und zwar ohne die Investition unnötigen Risiken auszusetzen
Traden-lernen | Brokerkritik

Warum sollte also die Erwartung an sich selbst eine andere sein, als die Erwartung gegenüber einem Vermögensverwalter? Es gibt keinen Grund sich selbst auch nur einen Zentimeter weit aus der Pflicht zu nehmen. Darum ist es so wichtig, im Ersten Schritt Traden zu lernen und erst dann mit dem aktiven Online-Trading anzufangen.


Inhaltsverzeichnis | Traden lernen

Traden lernen – Kapitel 1 – Das Wichtigste im Überblick

Es gibt Grundlagenwissen, welches für ausnahmslos jeden Händler von größter Bedeutung ist. Denn auf zwei Themengebiete muss jeder Privatanleger ganz besonders großen Wert legen.

  • das Money Management
  • das Trading Tagebuch.

Die richtige Anwendung dieser zwei Punkte wird einen wahren Performance-Boost auslösen und den langfristigen Erfolg an den Börsen dieser Welt in die richtigen Bahnen lenken.

Dieser Leitfaden umfasst derzeit bereits mehr als 7.300 Wörter. Die zu erwartende Lesezeit beträgt bis zu einer Stunde. Fügen Sie www.brokerkritik.com am besten gleich zu Ihren Favoriten hinzu und besuchen Sie uns auch später wieder. Wir erweitern regelmäßig diesen Online-Leitfaden zum Thema Traden lernen, publizieren fortlaufend neue Fachartikel wie z.B. "Was sind Aktien", "Was sind Devisen", veröffentlichen Erfahrungsberichte zu Online Brokern in den Kategorien Aktien Broker, Binäre Optionen Broker, CFD Broker, Forex Broker und Robo Advisor und ermöglichen so einen gezielten Broker Vergleich.

Traden lernen – Kapitel 2 - Money Management

Einen Trade zu eröffnen, also z.B. Aktien zu kaufen, bedeutet sein Geld einem gewissen Risiko auszusetzen. Börsenkurse lassen sich nicht mit 100%iger Genauigkeit vorhersagen.

Money Management im Überblick

Beim Money Management geht darum, mit diesem Risiko angemessen und zielorientiert umzugehen. Dabei kommt es insbesondere auf die Steuerung des Risikos über die richtige Auswahl der Ordergrößen an.

Über die Ordergröße bestimmt ein Händler die Anzahl der zu kaufenden Wertpapiere, bzw. Umfang einer Transaktion (feste Beträge, feste Stückzahlen, oder variable von der Marktsituation abhängige Ordergrößen). Wie eingangs erwähnt, ist das Money Management ein erster und sehr wichtiger Schritt beim Traden lernen.

Mit der flexiblen Steuerung der Ordergröße wird das monetäre Risiko aktiv gesteuert.

Fallbeispiel: Warum das Money-Management so wichtig ist

Ein Trader befindet sich noch in der Lernphase, handelt aber bereits aktiv mit Aktien, CFD’s oder anderen Wertpapieren. Bisher hat er alles richtig gemacht und bereits 9 Trades erfolgreich abschließen können. Er hat viel gelernt und den Börsenhandel in so weit verinnerlicht, als das die praktische Anwendung bisher immer funktionierte.

Und wenn 9 Mal alles gut ging, warum also nicht auch ein 10. Mal? Doch genau bei diesem 10. Trade läuft alles anders. Zunächst setzt er alles auf eine Karte. Der Trade geht nicht in die richtige Richtung. Die maximale Anzahl an Aktien wurde gekauft, kein Stopp-Loss gesetzt und seit der Eröffnung der Position fallen die Märkte aus zunächst unerklärlichen Gründen Tag für Tag. Das Horror-Szenario für jeden Börsenhändler der auf dem falschen Fuß erwischt wird!

Traden lernen, um richtige Entscheidungen zu treffen

Traden lernen, um richtige Entscheidungen zu treffen

Ist ein Verlusttrade grundsätzlich ein schlechter Trade?

Nein, im Grunde nicht, denn Verlusttrades gehören zum Geschäft. Schließlich liegen die Wahrscheinlichkeiten beim Traden tendenziell immer im Bereich 50:50. Der Trader ist also gefordert die Wahrscheinlichkeiten zu seinen Gunsten zu steuern. Doch wenn ein Händler ohne Sinn und Verstand das Risiko erhöht und dieses aufgrund fehlender Stopps nicht limitiert, dann kann er mit nur einem negativ-Trade Schiffbruch erleiden. Traden lernen hilft dabei, solche Fehler zu vermeiden.

Das ist der Grund, warum 90% aller Trader Geld verlieren. Ohne gutes Money Management werden Privatanleger also mit hoher Wahrscheinlichkeit niemals Gewinne erzielen können.

Money Management und Trading Strategien

Das Money Management ist ein zentraler Bestandteil in ausnahmslos jeder Trading Strategie und bei jedem Trading Stil. Einfach ausgedrückt wird über das Money Management die Chance und das Risiko eines jeden einzelnen Trades gesteuert.

Gutes vs. Schlechtes Money Management:

Schlechtes Money Management

Betrachten wir zunächst ein Beispiel von schlechtem Money Management. Bei der Entwicklung der Trading Strategie wurde z.B. festgelegt, dass mit jedem Trade 500 Euro zu verdienen sind.

Außerdem wurde definiert, dass kein Stopp Loss verwendet wird. Ein großer Fehler, wie wir meinen. Warum? Ganz einfach. Die Bereitschaft das gesamte investierte Geld dafür zu riskieren, dass 500 Euro hinzuverdient werden können, ist wenig sinnvoll!

Nehmen wir an, es werden 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft. In Summe werden also 10.000 Euro investiert. Ist es ein gutes Money Management, wenn 10.000 Euro riskiert werden, um 500 Euro verdienen zu können?

Nein, das ist es nicht. Selbst wenn es bei dieser Art von Trademanagement 19 Mal gut geht und 19 mal 500 Euro verdient werden (in Summe 9.500 Euro). Irgendwann kommt dann das eine Mal, an dem die gesamte Investition verloren ist. Was dann? Dann sagt man sich vielleicht, „hätte ich mal lieber Traden gelernt“.

Alle bisherigen Gewinne sind durch dieses Money Management im Rahmen Ihrer Trading Strategie verloren und das Konto ist dann sogar 500 Euro im Minus. Nicht auszudenken was passiert, wenn dieses Worst Case Szenario bereits bei Ihrem ersten Trade eintritt.

Das Geld ist dann weg. Ein wirklich sprechendes Beispiel für ein schlechtes Money Management.

Gutes Money Management

Was aber wenn 100 Aktien zu je 100 Euro gekauft, also 10.000 Euro investiert werden, um bei einer Risikobereitschaft von 500 Euro bei jedem Trade 1.000 Euro Gewinn zu erwirtschaften? D.h. ein potentieller Verlust von -5% steht dann einem potentiellen Ziel von +10% gegenüber.

Eine durchaus bessere Variante? Ja, definitiv. Wichtig ist dabei dann nur noch, sich realistische Renditeziele zu setzen. Das bedeutet, dass die gesetzten Gewinnziele realistisch machbar sein und der Stopp und das Ziel mit Bedacht gewählt werden müssen.

Money Management und die Wahl des Brokers

Zum Thema Money Management gehört im Grunde auch die Wahl des richtigen Brokers. Es hat mehrere Vorteile, sich für einen Broker zu entscheiden, der zum aktuellen Zeitpunkt das beste Preis- Leistungsverhältnis bietet. Zum einen kann das Money Management für die gehandelten Basiswerte zielgerichtet einsetzt werden. Zum anderen hat man die Trading-Nebenkosten in Griff.

Traden lernen – Kapitel 3 - Trading Tagebuch

Das Trading-Tagebuch ist der beste Wegbegleiter eines jeden Händlers. Der Mehrwert eines Trading Tagebuches ist beim Traden lernen enorm. Denn Traden lernen bedeutet auch, seine eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben. Und was könnte besser in dieses Buch passen, als die eigenen Trades?

All die persönlichen Gedanken, die zum Zeitpunkt der Trade Eröffnung und beim Schließen des Trades durch den Kopf gingen, angereichert mit Charts und Notizen darüber, was aus diese Trades gelernt wurde. Es gibt kaum ein anderes Medium, das besser beim Traden lernen hilft.

Ein Trading Tagebuch oder Trading Journal muss weder komplex noch kompliziert sein. Die Devise lautet, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Digitale Medien sind perfekt geeignet, um seine Gedanken schnellstmöglich niederschreiben zu können. Ein paar Screenshots, die vor, während und nach dem Abschluss eines Trades gemacht wurden sind eine gute Orientierungshilfe.

Am Ende eines Handelstages sollte eine kurze Zusammenfassung niedergeschrieben werden.

Tradingtagebuch | Tradingjournal

Tradingtagebuch | Tradingjournal

Das Führen eines Tradingtagebuchs hat viele Vorteile. Mit dem Niederschreiben von Erfahrungen können in kürzester Zeit Fehlerquellen aufdeckt werden. So kann man gezielt dort besser werden, wo man besser werden muss.

Traden zu lernen, heißt also auch von sich selbst zu lernen und das wiederholen von Fehlern zu vermeiden. Einen positiven Nebeneffekt gibt es auch. Aufgrund der Tatsache, dass das Führen eines Trading Tagebuchs durchaus Arbeit macht, hält es ungeduldige Trader davon ab, eine unnötig hohe Handelsfrequenz an den Tag zu legen.

Denn Trading zu lernen bedeutet keinesfalls mit Scalping zu beginnen und hunderte von Trades am Tag zu machen. Ein minimiertes Risiko erhöht die Wahrscheinlichkeit, lange am Markt bestehen zu können.

Traden lernen – Kapitel 4 - Leerverkauf​ – richtig shorten

Der Leerverkauf stellt eine Besonderheit des Verkaufs von Wertpapieren dar. Entscheidet sich ein Anleger, ein Finanzinstrument (z.B. Wertpapier) an den Finanzmärkten zu verkaufen, ohne dass er dieses zum Zeitpunkt des Verkaufs besitzt, spricht man von einem Leerverkauf. Ein Leerverkauf wird auch durch die Begrifflichkeiten „short gehen“ und „shorten“ zum Ausdruck gebracht und führt zu einer sogenannten „Short-Position“.

Leerverkauf einfach erklärt

Leerverkauf einfach erklärt

Leerverkauf | Das Ziel

Das Ziel ist, das verkaufte Finanzinstrument (z.B. Wertpapier) durch das Gegengeschäft zu einem geringeren Preis „zurück“ zu kaufen. Das Delta zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis des gehandelten Finanzinstruments entscheidet über den jeweiligen Gewinn oder Verlust der Transaktion.

Die Besonderheit beim Leerverkauf (auch short selling genannt), ist das etwas verkauft wird, was man zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht besitzt.

Beispiel für den Leerverkauf von Aktien:

Herr Mustermann tätigt einen Leerverkauf, indem er im ersten Schritt 200 Aktien zu je 100 Euro verkauft. Bei diesem Leerverkauf hat er das Ziel, die 200 Aktien im zweiten Schritt zu einem späteren Zeitpunkt für durchschnittlich weniger als 100 Euro pro Aktie zurück zu kaufen.

Profitabler Leerverkauf

  • Leerverkauf (short) von 200 Aktien * 100 Euro = 20.000 Euro Wert der Position (am Hoch der Bewegung)
  • Rückkauf von 200 Aktien zu je 90 Euro = 18.000 Euro Wert der Positon (vom Hoch in die Konsolidierung)

Herr Mustermann hat seine Wertpapiertransaktion erfolgreich ausgeführt. Er konnte einen Gewinn von 2.000 Euro erzielen, indem er zunächst einen Leerverkauf von nicht in seinem Besitz befindlichen Aktien tätigte und diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einem geringeren Preis kaufte.

Der Differenzbetrag zwischen den beiden Transaktionen reflektiert den Gewinn. Entscheidend ist, dass der Verkaufspreis höher war als der Kaufpreis. Dass der Verkauf in Form eines Leerverkaufs als erstes erfolgte ist für die Ermittlung des Gewinns zweitrangig.

Unprofitabler Leerverkauf

  • Leerverkauf (short) von 200 Aktien * 100 Euro = 20.000 Euro Wert der Position zu Beginn
  • Rückkauf von 200 Aktien zu je 110 Euro = 22.000 Euro Wert der Position am Ende

Herr Mustermann hat seine Wertpapiertransaktion leider nicht wie gewünscht abschließen können. Die Kurse stiegen und er musste die Aktien zu einem höheren Preis „zurück“ kaufen. Er musste einen Verlust von 2.000 Euro realisieren, nachdem er zunächst einen Leerverkauf von nicht in seinem Besitz befindlichen Aktien tätigte und diese zu einem späteren Zeitpunkt zu einem höheren Preis zurück kaufte.

Das Delta zwischen den beiden Transaktionen reflektiert das Ergebnis, in diesem Fall einen Verlust. Entscheidend ist, dass der Verkaufspreis niedriger war als der Kaufpreis. Dass der Verkauf in Form eines Leerverkaufs als erstes erfolgte ist für die Ermittlung des Ergebnisses zweitrangig.

Die mit dem Leerverkauf in Zusammenhang stehenden Finanzierungskosten

In Abhängigkeit zum gewählten Finanzinstrument, fallen für das Beibehalten einer durch den Leerverkauf entstandenen Short Position unterschiedliche Finanzierungskosten an. Diese müssen unbedingt beim Eröffnen der Position in die Gewinnerwartung einbezogen werden.

Broker, Banken und Emittenten erheben unterschiedliche Gebühren über die sich Privatanleger im Vorfeld informieren sollten. Finanzierungskosten schmälern die Gewinnerwartungen. Es ist zu beachten, dass es Finanzinstrumente und Produkte gibt, die z.T. sehr hohe Finanzierungskosten enthalten.

So kann es z.B. vorkommen, dass das z.T. aus den Finanzierungskosten resultierende Aufgeld (Agio) deutlich höher sein kann, als der innere Wert des gewählten Finanzinstruments.

Leerverkauf – Gesetzliche Bestimmungen

Investoren, die beabsichtigen ein Finanzinstrument zu shorten, müssen sich im Vorfeld bereits darüber informieren, ob ein Shorten des jeweiligen Finanzinstruments überhaupt zulässig ist.

So gibt es beispielsweise bei Amerikanischen Aktien sogenannte „short sale restrictions“, die z.B. das Shorten von Aktien unter bestimmten Umständen untersagen (z.B. bei hohen Kursverlusten oder bei Veröffentlichungen von Unternehmenskennzahlen). In diesen Fällen ist ein Leerverkauf nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Warum ist das wichtig? Nehmen wir an, ein Trader möchte ein Handelssystem betreiben, das historisch betrachtet hohe Gewinne bei Leerverkäufen aufweist. Er weißt jedoch, dass das jeweilige Finanzinstrument auf dem jeweiligen Basiswert nicht immer leerverkauft werden kann.

Das Risiko beim Handel mit realem Vermögen ist also, dass nicht alle Signale umgesetzt werden können und damit möglicherweise die Gewinne geschmälert werden. Wenn es Einschränkungen in Bezug auf die Umsetzbarkeit des jeweiligen Handelssystems gibt, dann geschieht dies i.d.R. zu Lasten der Systemkennzahlen.

Die Chancen und Risiken beim Leerverkauf

Die Möglichkeit, einen Leerverkauf durchführen zu können, verschafft dem Händler ein deutlich erweitertes Spektrum an Handlungsoptionen. Ein Leerverkauf kann die Ertragskurve positiv beeinflussen und die Erwirtschaftung von Gewinnen auch bei fallenden Märkten ermöglichen.

Das Risiko lässt sich beim Leerverkauf in den meisten Fällen nicht begrenzen. Abhängig von der Wahl des Finanzinstruments können Anleger ein Vielfaches von dem verlieren, was sie einsetzen.

Darum gehört der Leerverkauf auch zur Kategorie der sehr spekulativen Anlageformen. Insbesondere das Shorten von Optionen ist mit überproportional hohen Risiken verbunden.

Während beispielsweise beim traditionellen Kauf einer Aktie die Chance unbegrenzt ist und das Risiko maximal dem Kaufpreis entspricht, so ist beim Leerverkauf jener Aktie die Situation spiegelbildlich. Beim Leerverkauf ist das Risiko unbegrenzt und die Chance limitiert.

Im Wesentlichen besteht das Risiko darin, dass Anleger zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht wissen können, zu welchem Preis die Position durch einen Kauf glattstellt werden kann. Bei Long-Trades ist es im Worst Case bei 0. Bei einem Short-Trade gibt es keine Limitierung des Risikos. Die Verfügbarkeit und der Preis spielen hierbei die entscheidende Rolle.

Leerverkauf mit automatischen Handelssystemen

Insbesondere in volatilen Märkten wird häufig diskutiert, dass Leerverkäufe als Bedrohung für die Finanzmärkte gelten. Während Automation bei Privatanlegern eher nur bedingt zum Einsatz kommt, handeln institutionelle Anleger fast ausschließlich automatisiert. D.h. der Computer übernimmt die Entscheidung, wann eine Transaktion durchgeführt wird. Auch Trading Indikatoren helfen dabei, jederzeit den Überblick zu behalten. Typische Tradingsoftwareprogramme wie der MetaTrader (MT4 | MT5) und die in Deutschland ebenfalls weit verbreitete NinjaTrader Trading-Software können mit einer Vielzahl an Trading-Indikatoren umgehen.

Automatische Handelssysteme-atm

Automatische Handelssysteme-atm (Bildquelle: NinjaTrader.com)

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Kettenreaktionen, bei denen computergestützte Transaktionen die Märkte ins Ungleichgewicht brachten. Aus diesem Grund gibt es immer mehr regulatorische Anforderungen, die die Märkte vor der Überflutung durch Leerverkäufe in Sekundenbruchteilen schützen sollen.

Sollten Privatanleger den Leerverkauf als Handlungsoption für sich identifizieren, dann bietet es sich an, ebenfalls über die Automation von Handelsentscheidung nachzudenken. Denn beim automatisierten Handel, obliegt einem dann nur noch die Überwachung der Transaktionen.

Traden lernen – Kapitel 5 - Trading Stil – Daytrading, Scalping, Swingtrading, Positionstrading und Buy & Hold

Das Erkennen des eigenen Trading Stils ist der Erste Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer Anlagestrategie. Im Wesentlichen stellt sich beim Trading Stil die Frage danach, ob mit Wertpapieren spekuliert oder in Wertpapiere investiert werden soll. Spekulativ in Bezug auf den Trading Stil sind alle kurzfristig ausgerichteten Käufe und Verkäufe mit einer kurzen Haltedauer. Von einer Investition spricht man hingegen üblicherweise nur dann, wenn die Käufe wirklich langfristig (z.B. zur Altersvorsorge) getätigt werden und sich eine Haltedauer von mehreren Jahren ergibt.

Einfach Traden lernen

Einfach Traden lernen

Ein Trading Stil kann wie folgt klassifiziert werden:

Spekulation

  • Scalping
  • Daytrading

Spekulation / Investition

  • Overnight Trading
  • Swing Trading

Investition

  • Positionstrading
  • Buy & Hold

Scalping

Beim Scalping nutzen Trader insbesondere Trading Strategien, die auf ein extrem kurzes Zeitfenster ausgerichtet sind. D.h. zwischen dem Kauf und dem Verkauf der Wertpapiere liegen zum Teil nur Sekunden.

Eine Sonderform des Scalping stellt das High Frequency Trading dar, das aber im Wesentlichen den Institutionellen Anlegern vorbehalten ist. Denn nur institutionelle Anleger haben die Möglichkeit Kursdifferenzen im Millisekunden Bereich gewinnbringend zu nutzen.

Als Privatanleger würden Trading-Nebenkosten die Gewinne bei weitem übersteigen. Auch beim Scalping besteht die Herausforderung darin, kosteneffizient arbeiten zu können. Scalping ist zum Traden lernen mit echtem Geld übrigens denkbar ungeeignet. Viel zu schnell müssen Anlageentscheidungen getroffen werden und viel zu schnell werden Fehler gemacht.

Da aufgrund der Kürze der Zeit nur kleine Gewinne je Stück erwirtschaften werden können, müssen Anleger bei dieser Art des Tradings die Stückzahl als Hebel nutzen, um Gewinne hoch zu skalieren.

Hohe Stückzahlen zu handeln, bedeutet jedoch sehr oft, hohe Handelsgebühren zu bezahlen. Scalping war insbesondere in den Jahren sehr attraktiv, in denen der Arbitragehandel noch möglich war und zwischen einzelnen Börsenplätzen derart große Kursunterschiede bestanden, dass man an Börsenplatz A eine Position eröffnen und innerhalb weniger Sekunden an Börsenplatz B wieder gewinnbringend schließen konnte.

Das geht aufgrund des technologischen Fortschritts heute jedoch nicht mehr in gleichem Umfang, da alle Börsenplätze aufgrund des Technologisierungsgrades fast synchron laufen. Darum sollte das Scalping nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn man sowohl über hervorragendes technisches Trading Equipment und eine rasend schnelle Internetverbindungen verfügt, als auch hochklassige voll automatisierte Scalping Trading Strategien einsetzt. Unsere Binäre Optionen Erfahrungen zeigen, dass Scalping auch oft beim Handel von Binären Optionen genutzt wird. Dabei werden Tradingstrategien genutzt, die 60 Sekunden dauern und am Ende der Laufzeit von 60 Sekunden hohe Gewinne versprechen. Bei solch kurzen Laufzeiten in Kombination mit solch hochriskanten Anlageformen gilt es unserer Meinung nach besondere Vorsicht walten zu lassen.

​Daytrading

Bei einem Daytrader ist der Anlagehorizont etwas länger als beim Scalping. Positionen werden nicht im Sekundenbereich, sondern eher im Bereich von Minuten oder Stunden gehalten. Eine Position wird im Daytrading jedoch immer spätestens zum Börsenschluss glatt gestellt.

Im Daytrading ist es ebenfalls das Ziel mit Trading Strategien, die auf kurzfristige Kursbewegungen ausgerichtet sind, Profite zu erwirtschaften. Dabei wird oftmals long und short (Leerverkauf) gehandelt. D.h. das Ziel kann es sein, von steigenden Kurse zu profitieren, oder aber auch durch fallende Börsenkurse.

Ähnlich wie beim Scalping spielen auch beim Daytrading die Gebühren eine entscheidende Rolle. Beim Daytrading ist es enorm wichtig, die die für dieses Geschäft notwendige Zeit auch wirklich verfügbar zu haben. Andernfalls kann Daytrading nicht aktiv betrieben werden.

Anleger sollten täglich zumindest in den Haupthandelszeiten ihre Trading Strategien anwenden können – manuell oder automatisiert. Wenn Anleger nicht die Zeit hierfür haben, dann ist Daytrading nicht die richtige Wahl.

Auch ist Daytrading für Anfänger keine besonders gute Wahl, da die emotionale Bindung insbesondere im Falle von Verlusten sehr groß sein kann und Dir die Motivation am Börsenhandel und der Entwicklung von Trading Strategien nehmen kann. Wie herausfordernd Daytrading für Anfänger sein kann, zeigt die N24-Reportage Daytrader - Der Traum vom schnellen Geld. Wer sich eher auf einen gemütlichen Kinoabend freut, der ist mit den von uns vorgestellten Börsenfilmen ganz sicher auf der richtigen Seite!

Traden lernen für Anfänger

Daytrading | Traden lernen für Anfänger

Overnight Trading

Beim Overnight Trading werden im Laufe des Tages eröffnete Positionen an Aktien, Optionen, Optionsscheinen, Futures oder Währungspaaren über Nacht gehalten. Damit ist der Anlagehorizont etwas länger, das damit verbundene Risiko ist aber durchaus nicht zu vernachlässigen.

Wenn der Börsenplatz geschlossen ist und auch kein außerbörslicher Handel der gehaltenen Overnight Positionen möglich ist, dann sind einem in dieser Zeit die Hände gebunden. Das Risiko ist dann unkalkulierbar.

Es kommt häufig genug vor, dass Aktien am nächsten Morgen mit Kurslücken >10% eröffnen – nach oben oder unten. Zum Beispiel wenn nachbörslich Unternehmensnachrichten bekanntgegeben worden sind.

Bei einer Trading Strategie ist es darum sehr wichtig und durchaus entscheidend, ein sehr gutes Geldmanagement walten zu lassen. So sollten zum Beispiel große Bestände an Aktien möglichst nicht ohne Absicherung gehalten werden.

Das Overnight Trading gehört definitiv zu den spekulativeren Anlagestrategien.

Swing Trading

Während beim Overnight Trading Positionen üblicherweise nach einer Nacht wieder glatt gestellt werden, so ist es beim Swing Trading durchaus üblich, die Aktien wenige Tage bis Wochen zu halten.

Mit größer werdender Haltedauer wird i.d.R. auch die Positionsgröße kleiner. So sinkt üblicherweise die Anzahl der zu handelnden Aktien oftmals mit einer gleichzeitig steigenden Haltedauer. Insbesondere beim Aktienkauf kommt der Trading Stil des Swing Tradings häufig zum Einsatz.

Grund dafür ist, dass der Stopp und das Gewinnziel z.B. im Vergleich zum Daytrading weiter weg vom Einstiegskurs liegen und bereits kleinere Stückzahlen genügen, um den angestrebten Gewinn in der jeweiligen Währung zu erzielen.

Swing Trading ist für berufstätige Anleger schon eher geeignet, da die zeitliche Bindung geringer ist als beim Day Trading oder Scalping. Swing Trading Indikatoren sind in Handelsplattformen meist leicht anzuwenden, da diese auf Tagesbasis verwendet werden können und die dafür notwendigen Kursdaten meist kostenlos zur Verfügung stehen.

​Positionstrading

Das Positionstrading ist der Übergang von der reinen Spekulation zur Investition. Denn beim Positonstrading wird in der Regel ein ganzes Portfolio gemanaged. Diese Investitionen sind meistens langfristig ausgelegt.

So können Einzelwerte durchaus Jahre oder Jahrzehnte gehalten werden. Positionstrading Strategien sind sehr beliebt. Denn das Swing- und Positionstrading gehört bei berufstätigen Anlegern, die ihr Vermögen aktiv selbst verwalten möchte, zu den aussichtsreichsten Anlageformen mit geringer zeitlicher Bindung.

Es ist extrem wichtig, dem Gesichtspunkt der Diversifikation beim Positionstrading sehr große Beachtung beizumessen. Niemals alles auf eine Karte setzen! Vielmehr sollte das Risiko gestreut werden, um die Vorteile der Diversifikation für sich arbeiten zu lassen.

Vorsicht beim Handel mit übergroßen Positionsgrößen (das kommt bei kurzfristigen Spekulationsgeschäften durchaus vor und gehört darum zu einer der größten Schwachstellen bei Spekulationsgeschäften).

Vielmehr sollte beabsichtigt werden, durch eine geschickte Kombination von Aktien-Einzelwerten das Risiko zu streuen und die Performance einzelner Aktienindizes zu schlagen. Die Positionstrading-Rendite kann durchaus deutlich besser sein, als bei spekulativen Handelsansätzen.

Einer der Gründe hierfür ist, dass die Nebenkosten deutlich geringer sind. So müssen für einen Gewinn von Beginn an weniger Nebenkosten "wieder reingeholt" werden.

Buy and Hold

Die Idee des klassischen Buy and Hold ist noch immer eine der beliebtesten Trading Strategien bzw. Handelsstile für die Altersvorsorge. Und das, obwohl sich die Welt der Investoren geändert hat und das aktive Management von Investitionen immer mehr in den Vordergrund rückt.

Beim Buy and Hold wird häufig auf Blue Chips gesetzt, sprich auf Einzelwerten die eine enorm große Marktkapitalisierung haben und eine über die Jahre hinweg stabile Geschäftsentwicklung vorweisen. Dazu zählen z.B. Aktien wie IBM, Intel oder die Allianz AG.

Als Anteilseigener dieser Firmen liegt der Schwerpunkt nicht auf dem schnellen Profit durch Kursgewinne, sondern eher auf einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Kursgewinnen und einer hohen Dividendenrendite bei gleichzeitig geringem zeitlichem Aufwand.

Diese Kombination kann über die Jahre hinweg ein solides Ergebnis liefern und dem Ziel einer passenden Altersvorsorge am nächsten kommen.

Die spekulative Komponente ist bei diesem Anlagehorizont sehr gering und der Idee eines gezielten Investments wird hier am ehesten Rechnung getragen. Insbesondere dann, wenn eine möglichst geringe zeitliche Bindung und eine verhältnismäßig geringe emotionale Belastung bevorzugt wird.

Eines muss bei den Buy and Hold Anlagestrategien jedoch in jedem Fall beachtet werden. Entwickeln sich die Geschäfte der ausgewählten Unternehmen nicht mehr wie erwartet, oder ändert sich die Unternehmensphilosophie in eine Richtung die nicht mehr mitgetragen wird (z.B. dauerhafter Stopp von Dividendenzahlungen), dann sind Anleger und Investoren gefordert, die Anlage-Strategie für das jeweilige Wertpapier zu überdenken.

Anders als früher, hat die klassische Form des Buy and Hold heutzutage eher ausgedient. Früher gab es weniger emittierte Aktien und das Wirtschaftswachstum im Allgemeinen war enorm. Aktienkurse haben sich früher wie von allein nach oben bewegt.

Heute sind Privatanleger in der Pflicht, regelmäßig das Portfolio zu durchleuchten und jede einzelne Investition regelmäßig dahingehend zu überprüfen, ob das Ziel mit dem jeweiligen Einzelwert erreicht wird. D.h. die Anforderung bzgl. der Anwendung einer Buy und Hold Trading Strategie hat sich geändert.

Insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung kann ein Unternehmen von heute auf morgen von einem Konkurrenten übernommen oder aus dem Markt gedrängt werden. Auch Investoren werden immer flexibler und scheuen nicht mehr davor, Aktien in ihrem Portfolio auszutauschen.

Traden lernen – Kapitel 6 - Handelsansätze – Diskretionärer vs. Systematischer Handel

Im Börsenhandel wird nach zwei verschiedene Handelsansätzen unterschieden. Den diskretionären Handelsansatz und den systematischen.

Diskretionärer Handel

Beim diskretionären Handelsansatz entscheidet im Grunde das Bauchgefühl. Basierend auf vorhergehend gemachten Erfahrungen, wird die aktuelle Marktsituation analysiert und die jeweilige Handelsentscheidung getroffen. Die Entscheidung für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren beruht im Falle des diskretionären Handelsansatzes also auf nahezu rein subjektivem Empfinden.

Zwar folgt die Entscheidung auch einer Art innerem Regelwerk, exakt definierte Parameter gibt es jedoch eher nicht. Beim Handel nach Bauchgefühl ist es ohne Zweifel ein gutes Gefühl, wenn der Trade funktioniert. Allerdings kann man am Anschluss an den Trade sich selbst nicht so richtig die Frage beantworten, warum es funktioniert hat.

Systematischer Handel

Im Gegensatz dazu wird beim systematischen Traden im Vorfeld eine Trading-Strategie mit exakten Parametern entwickelt. Der daraus resultierende Algorithmus entscheidet darüber, wann eine Wertpapiertransaktion ausgeführt wird. Der Systemhandel kann sowohl manuell, teilautomatisiert oder auch vollautomatisiert erfolgen. Persönliche Gefühle / Emotionen haben im Systemhandel keinen Platz.

Der Vorteil des systematischen Tradings wird schnell klar. Denn erzielte Ergebnisse können äußerst Präzise mit der jeweiligen Trading-Strategie in Verbindung gebracht werden. Profitable Handelsansätze können schnell und einfach identifiziert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Traden lernen noch besser möglich ist. Erfolgt der Handel z.B. vollautomatisiert und die Tätigkeit des Händlers besteht im Wesentlichen noch darin, offene Positionen zu überwachen, dann kann er sich nebenbei weiteren Aspekten des Börsenhandels widmen.

Beide Handelsansätze haben ihre Daseinsberechtigung. Hat man den Entschluss gefasst, eine Trading Strategie zu entwickeln und vielleicht sogar automatische Handelssysteme zu nutzen, dann ist man tendenziell ein Systemhändler. Die größte Herausforderung eines Systemhändlers ist zweifelsohne das regelkonforme Verhalten. Ein Chart kann noch so schön aussehen, die Verlockung noch so groß sein. Als Systemhändler wird nur dann aktiv gehandelt, wenn das System es zulässt.

Traden lernen – Kapitel 7 - Die Finanzmarktanalyse

Technische Analyse

Bei der Technischen Analyse geht es weniger um Unternehmenskennzahlen, betriebs- und volkswirtschaftliche Zusammenhange, als um die Interpretation der historischen Kursverläufe und deren Zusammenhang mit der zukünftigen Kursentwicklung.

Technische Analyse-Grundlagen

Technische Analyse-Grundlagen

Die Technische Analyse ist insbesondere ​in Deutschland sehr populär und wird von Privatanlegern sehr oft als Grundlage für die Entwicklung von Börsenstrategien verwendet.

Bei der Technischen Analyse geht man davon aus, dass alle Marktereignisse zu jeder Zeit bereits eingepreist sind. D.h. auch wenn sich z.B. Wirtschaftsdaten ändern, dass dann diese Ereignisse bereits vorweggenommen sind. Damit unterscheidet sich die Technische Analyse maßgeblich von der Fundamentalanalyse.

Welche Rolle spielt der historische Kursverlauf bei der Technischen Analyse?

Der historische Kursverlauf eines Basiswertes wird genutzt, um Annahmen für die weitere Kursentwicklung zu treffen. Dabei kommen Trendlinien, Trendkanäle, Ausbrüche, Retracements, Gleitende Durchschnitte u.v.m. zum Einsatz.

Die Komplexität der Technischen Analyse ist überschaubar. Das macht es einfach, die Technische Analyse zu lernen. Erfrischend ist, dass immer wieder neue Trading Indikatoren auf den Markt kommen. DAs macht das Thema immer wieder spannendend und bringt neue Ideen.

Die Technische Analyse der Finanzmärkte ist insbesondere in Deutschland sehr populär, sodass es verschiedene Softwarepakete, Indikatoren, Bücher oder elektronisch veröffentlichte Dokumente wie PDF's gibt. Diese helfen beim Traden lernen und erleichtern den Einstieg in den Handel an den Börsen.

Mit der technischen Analyse lassen sich Trends erkennen, die im kurzfristigen, aber auch langfristigen Bereich angesiedelt sein können. Die Technische Analyse kann ganz ohne wirtschaftsökonomische Vorkenntnisse erlernt werden.

Die Charttechnik

Die Charttechnik ist dem Bereich der Technischen Analyse zuzuordnen. Historische Kursverläufe werden hier z.B. in Form von Candlesticks abgebildet und analysiert. Nachfolgende Beispiele sollen Dir dabei helfen, Grundkenntnisse der Charttechnik zu erlangen und die wichtigsten Candlesticks für die Long- und Short-Seite kennenzulernen.

Candlestick-Muster (Candlestick-Pattern)

Was ist ein Candlestick-Muster? Schauen wir uns zunächst beide Begriffsbestandteile an:

Candlestick

Ein Candlestick visualisiert den Kursverlauf des zugrundeliegenden Basiswertes. Dabei werden sowohl Eröffnungs- und Schlusskurs als auch das Hoch und Tief der jeweils gewählten Periode angezeigt.

Ein Candlestick besteht aus zwei Hauptbestandteilen

  • dem „body“ (auch „real body“ oder „Kerzenkörper“ genannt) und
  • den „shaddows“ (upper shaddow+lower shaddow) (auch „Docht/Lunte“ oder „wick“ genannt).

Die Farbe des Kerzenkörpers entsteht im klassischen Sinne in Abhängigkeit des Verhältnisses vom Schlusskurs zum Eröffnungskurs. Ist der Schlusskurs höher als der Eröffnungskurs, d.h. der Preis ist innerhalb der gewählten Periode gestiegen, so wird dies i..R. mit grüner Farbe dargesellt. Ist der Schlusskurs niedriger als der Eröffnungskurs, d.h. der Preis ist innerhalb der gewählten Periode gefallen, so wird dies i.d.R. mit roter Farbe dargestellt. Sind Schlusskurs und Eröffnungkurs identisch, so spircht man von einem sogenannten Doji (farblos).

Traden lernen | Candlestick-Muster

Traden lernen | Candlestick-Muster

Muster

Muster bezeichnet allgemein eine gleichbleibende Struktur, die einer sich wiederholenden Sache zugrunde liegt, bzw. eine zur gleichförmigen Wiederholung (Reproduktion) bestimmte Denk-, Gestaltungs- oder Verhaltensweise bzw. einen entsprechenden Handlungsablauf.

Candlesticks werden im Rahmen der Technischen Analyse genutzt, um Signale für den Handel mit Aktien, Forex, Optionen, Optionsscheinen und Binären Optionen gerne genutzt. Nachfolgend stellen wir die beiden wichtigsten Candlesticks vor. Dem Hammer für die Long-Seite und den Shooting Star für die Short-Seite.

Der Hammer

Der Hammer ist ein im Bereich der Technischen Analyse häufig angewandtes Einstiegssignal für die LONG-Seite. Der Hammer trägt eine starke psychologische Aussage in sich und signalisiert eine mögliche Trendumkehr, von einem existierenden Abwärtstrend zu einem Aufwärtstrend.

Die nachfolgende Illustration hilft dabei das Candlestick-Muster besser einzuordnen:

Traden lernen-Charttechnik- Der Hammer

Traden lernen-Charttechnik- Der Hammer

Die Wenn-Dann Definition für den Hammer lautet wie folgt:

  • wenn die vorangegangene Bewegung eine Abwärtsbewegung ist UND
  • wenn der Candle-Body der aktuellen Periode maximal ein Drittel der Gesamttagesrange des Candles beträgt UND
  • wenn der Body des Candles im Bereich des oberen Drittels der Gesamtrange liegt
  • wenn der „upper shaddow“ sehr klein oder nicht vorhanden ist UND
  • wenn der „lower shaddow“ mindestens zwei Drittel der Gesamtrange ausmacht UND
  • wenn der Schlusskurs entweder größer oder kleiner als der Eröffnungskurs ist

dann wird das Candlestick-Musterals als „Hammer“ bezeichnet.

Eine exakte Definition mit einheitlich mathematischen Parametern gibt es nicht, sodass die Wahl der exakten Parameter (z.B. Definition der vorangegangenen Abwärtsbewegung) jedem Trader individuell überlassen bleibt.

Der Shooting Star

Der Shooting Star ist ein im Bereich der Technischen Analyse häufig angewandtes Einstiegssignal für die SHORT-Seite und die spiegelbildliche Version des Hammer. Der Shooting-Star signalisiert eine mögliche Trendumkehr, von einem existierenden Aufwärtstrend zu einem Abwärtstrend, bringt jedoch im Gegensatz zum Hammer tendenziell geringere Gewinnaussichten mit sich.

Die nachfolgende Illustration hilft dabei das Candlestick-Muster besser einzuordnen:

Traden lernen-Charttechnik- Der Shooting Star

Traden lernen-Charttechnik- Der Shooting Star

Die Wenn-Dann Definition für den Shooting-Star lautet wie folgt:

  • wenn die vorangegangene Bewegung eine Aufwärtsbewegung ist UND
  • wenn der Candle-Body der aktuellen Periode maximal ein Drittel der Gesamttagesrange des Candles beträgt UND
  • wenn der Candle-Body im Bereich des unteren Drittels der Gesamtrange liegt
  • wenn der „lower shaddow“ sehr klein oder nicht vorhanden ist UND
  • wenn der „upper shaddow“ mindestens zwei Drittel der Gesamtrange ausmacht UND
  • wenn der Schlusskurs entweder größer oder kleiner als der Eröffnungskurs ist

dann wird das Candlestick-Musterals als „Shooting Star“ bezeichnet.

Eine exakte Definition mit einheitlich mathematischen Parametern gibt es nicht, sodass es für die Wahl der exakten Parameter (z.B. Definition der vorangegangenen Aufwärtsbewegung) einen gewissen Handlungsspielraum gibt.

Zusammenfassung Candlesticks

Die Beschaffenheit eines einzelnen Candlesticks und die Anordnung mehrerer Candlesticks zueinander bei entsprechender Beschaffenheit des einzelnen Candlesticks werden als Candlestick-Muster (auch „Candlestick-Pattern“) bezeichnet und sind Bestandteil der Technischen Analyse. Bei der Technischen Analyse kommt es also im Wesentlichen auf die Visuelle Wahrnehmung an.

Eine weitere Form der Finanzmarktanalyse stellt die Fundamentalanalyse dar.

Fundamentalanalyse

Wer sich gerne mit Zahlen beschäftigt und gerne Bilanzen liest, ist bei der Entwicklung von Tradingstrategien mit der Fundamentalanalyse auf genau dem richtigen Weg. Denn mit dieser Methode der Finanzmarktanalyse werden zukünftige Kursentwicklungen von Aktien auf Basis von Unternehmensdaten prognostiziert.

Fundamentalanalyse Grundlagen

Fundamentalanalyse Grundlagen

Das bedeutet, dass Ad hoc-Mitteilungen Monatsberichte, Quartals- und Jahresberichte immer sehr genau im Auge behalten werden. Das Ziel ist über die öffentlich zugänglichen Unternehmenszahlen abzuleiten, welche Handelsentscheidungen getroffen werden sollen. Auf Basis des erwarteten weiteren Geschäftsverlaufs werden Annahmen für die Kursentwicklung getroffen.

Kennzahlen wie Aktiva, Passiva und Umsätze sind neben den allgemeinen volkswirtschaftlichen Daten von Bedeutung.

Beim Positionstrading oder einer Buy and Hold Anlagestrategie, ist die Fundamentalanalyse ein durchaus sinnvoller Analyse-Ansatz. Im Daytrading hingegen spielt diese eher keine, oder wenn nur eine untergeordnete Rolle. Nämlich an den Tagen, an denen die Unternehmen aktuelle Zahlen veröffentlichen.

Entscheidet sich ein Anleger für die Fundamentalanalyse, dann sind betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse von Vorteil. Denn es ist wichtig, dass die Zahlen richtig interpretieren werden.

Sowohl die Techn ische Analyse, als auch die Fundamentalanalyse helfen dabei, Trading Strategien zu definieren und den passenden Trading Stil zu finden.

Beide Ansätze haben ihre Daseinsberechtigung und begeistern Trader auf der ganzen Welt. Wer beide Analysemethoden kennt, kann sich für die am besten passende entscheiden.

Nicht nur das, beide Methoden ergänzen sich prima und lassen sich kombinieren. Ein Beispiel: Auf Basis der Fundamentalanalyse wird eine positive Entwicklung innerhalb der nächsten 12 Monate prognostiziert. Auf Basis der Technischen Analyse wird ein Ausbruch aus einer Preisrange nach oben erkannt. Diesen Breakout wird als Einstiegssignal für den Long-Einstieg genutzt und der Basiswert gekauft.

Eine Filterkombination (Technische Analyse + Fundamentalanalyse) kann für die Steigerung der Profitabilität durchaus angebracht sein. Die Entscheidung darüber, ob die Technische Analyse oder die Fundamentalanalyse besser passt, muss jeder Anleger für sich alleine treffen.

Traden lernen – Kapitel 8 - Trading Strategien – Ein Erfolgsgarant?

Eigene Trading Strategien zu entwickeln macht Spaß und verbessert das Verständnis für die Märkte. Sobald man sich in das Thema eingearbeitet hat, fällt es sogar leicht, neue Handelsansätze zu identifizieren und bestehende Trading Strategien zu optimieren. Weiterhin gibt es eine Vielzahl an Trading Strategien, die bereits weltweit erfolgreich von Tradern angewandt werden. Bestehende Strategien kann man sehr gut für eigene Zwecke übernehmen oder Schritt für Schritt verfeinern.

Trading Strategien die funktionieren

Trading Strategien die funktionieren

Beim Börsenhandel sollte nichts dem Zufall überlassen und immer strategisch gehandelt werden. Strategisch zu handeln bedingt eine passende Strategie für das Trading parat zu haben.

Von Beginn an stehen Trader vor der Herausforderung, sich durch das Traden lernen gut auf das Traden vorzubereiten und mit den ersten Trades gute Erfolge zu erzielen. Denn so können auch neue Herausforderungen mit hoher Eigenmotivation angegangen und Ergebnisse weiter verbessert werden.

Um möglichst kosteneffizient Trading Strategien zu erarbeiten und Traden zu lernen bietet es sich ein, bei verschiedenen Brokern Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. In vielen Fällen ist Kunden sogar eine kostenfreie Teilnahme möglich.

In den Testberichten auf www.brokerkritik.com gehen wir bei jedem Broker auf das Thema Weiterbildungsmaßnahmen ein und verraten mehr darüber, welches Angebot es gibt und wer dieses nutzen kann.

Traden lernen – Kapitel 9 - Fazit

Der Börsenhandel bietet viele Chancen, jedoch auch das eine oder andere Risiko. Unüberlegtes Handeln wird beim Traden schneller und härter bestraft, als anderswo. Wer gut vorbereitet ist, kann im Börsenhandel gutes Geld verdienen und sich ein zusätzliches Einkommen sichern. Einigen Tradern ist es auch schon gelungen, ihren Lebensunterhalt mit dem Wertpapierhandel zu bestreiten. Als Trading Anfänger sollte man jedoch von der Idee den Eigenhandel als Haupteinkommen zu nutzen zunächst Abstand nehmen. Sobald der Eigenhandel gute und stabile Ergebnisse aufweist, besteht noch immer die Möglichkeit, die Handelsaktivitäten deutlich auszuweiten.

Die Börse ist auch morgen noch da!